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Wirtschaft
Besser Abschneiden: Mehr Geld für Friseur-Azubis im Land
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die zuständigen Friseur-Landesverbände in Prüm und Kaiserslautern haben sich auf einen Tarifabschluss für die Auszubildenden im Friseurhandwerk geeinigt. Zum 1. August steigt deren Vergütung im ersten Ausbildungsjahr 500 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr auf 600 Euro und im dritten Ausbildungsjahr auf 700 Euro brutto.
Friseur-Azubis erhalten mehr Geld. (Foto: Jacqueline Macou auf Pixabay)Region. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die zuständigen Friseur-Landesverbände in Prüm und Kaiserslautern haben sich auf einen Tarifabschluss für die Auszubildenden im Friseurhandwerk geeinigt. Danach erhalten die Auszubildenden ab 1. August im ersten Ausbildungsjahr 500 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr 600 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 700 Euro brutto. 2017 betrug die Ausbildungsvergütung beispielsweise im dritten Ausbildungsjahr noch 630 Euro. Beide Tarifvertragsparteien sind übereingekommen, die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für die Branche zu beantragen.

„Wir setzen mit diesem Ausbildungstarifvertrag ein wichtiges Zeichen für das Friseurhandwerk. Ausbildungsvergütungen müssen eine Existenzbasis für junge Nachwuchskräfte sein", sagt Jürgen Jung, zuständiger Verdi-Landesfachbereichsleiter und Verhandlungsführer. Jung ist stolz auf die vielen Auszubildenden der Branche, die sich gewerkschaftlich organisiert haben und diesen Abschluss überhaupt erst ermöglicht haben. Seit 2017 haben sich über 350 Auszubildende der Branche für eine ver.di-Mitgliedschaft entschieden. „Damit hat die Branche nach 22 Jahren tariflosen Zustand im Rheinland und 17 Jahren in der Pfalz mit dem dritten Tarifergebnis in Folge zu den Ausbildungsvergütungen anderer Bundesländer aufgeschlossen", so Jung.

„Wichtig für die Auszubildenden ist nun, dass sie aktiv darauf achten, dass die Vergütungserhöhung auch umgesetzt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, beraten wir gerne,“ sagt Marko Bärschneider, Verdi-Gewerkschaftssekretär und Branchenexperte. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Wenn die Mindestausbildungsvergütung ab 2020 planmäßig kommen sollte, gibt es Bestrebungen der Arbeitgeberseite, grundsätzlich mindestens zehn Prozent über der jeweiligen gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung liegen zu wollen.

Die Tarifpartner sind sich einig, „dass Kundinnen und Kunden auch in Zukunft von gut ausgebildeten Fachkräften bedient werden müssen," sagt Jürgen Jung und ergänzt: „Die wichtigste Investition in die Zukunft der Branche ist gute und fair bezahlte Ausbildung.“ (PM)
Nachricht vom 11.07.2019 www.ww-kurier.de