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Dernbach feierte die Feuerwehren des Westerwaldes
Für den diesjährigen Kreisfeuerwehrtag hatte sich Dernbach fein herausgeputzt, man war sichtlich stolz, diese Veranstaltung durchführen zu dürfen. Das Epi-Zentrum des ganzen befand um die Pfarrer-Giesendorf-Grundschule herum, dort wurde ein sehr abwechslungsreiches Programm präsentiert, dort hatten sich die Abordnungen der Feuerwehren aus allen zehn Verbandsgemeinden des Westerwald-Kreises mit ihren Fahrzeugen aufgebaut. Der Kreisfeuerwehrtag war aber nicht der einzige Grund, um sich dem Feiern hinzugeben.
Der mit viel Liebe und großem know-how organisierte Kreisfeuerwehrtag hatte die Chance, einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke in die Abläufe und das Geschehen bei der Feuerwehr zu gewähren. Chance genutzt, alle waren zufrieden. Fotos: wear125 Jahre FFW Dernbach und Kreisfeuerwehrtag, dass passte zusammen

Dernbach (Westerwald). Ein für den Ort sehr bedeutsames Ereignis stand 2019 an. In diesem Jahr feiert die FFW Dernbach ihr 125- jähriges Jubiläum. Dieses einzigartige Jubiläum wird innerhalb des Ortes mit mehreren Veranstaltungen gefeiert. Im Januar fand die Auftaktveranstaltung im Pfarrheim statt, wo die FFW sich ihrem Dorf vorstellen konnte. Das erfolgreiche Eintopfessen am 1.Mai in der Bruddelshohl war ein gelungenes Highlight. Nun folgte der vorläufige Höhepunkt, der Kreisfeuerwehrtag.

Eingeläutet wurde der Kreisfeuerwehrtag mit einem Festakt in der Festhalle. Alles was Rang und Namen aus dem Bereichen von Politik, Verwaltung und dem Feuerwehrwesen hat, erschien, um den Jubilaren zu gratulieren. Stellvertretend für alle Redner, werden an dieser Stelle nur Landrat Achim Schwickert, VG-Bürgermeister Michael Ortseifen, und Ortsbürgermeister Andreas Quirmbach erwähnt, die im Auftrag des Kreises, der VG Wirges und des Ortes Ebernhahn die Glückwünsche zum Jubiläum überbrachten. Allen Rednern war zu eigen, dass sie die Feuerwehren insgesamt als unverzichtbaren Teil des Allgemeinwesens ansehen, und ihren Stellenwert nicht hoch genug würdigen können. Umrahmt wurde der Festakt vom Musikverein Dernbach.

Im Laufe des Tages pilgerten immer mehr Besucher aus nah und fern zum Festgelände, um sich über die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren zu informieren. Wie eingangs erwähnt, waren sämtliche Verbandsgemeinden aus dem WW-Kreis mit Abordnungen vertreten, die ihre Geräte und Fahrzeuge bereitwillig den Besuchern erklärten, und über die Risiken und Gefahren bei Einsätzen informierten. Anschaulich demonstriert wurden Situationen aus dem Alltag der Feuerwehr durch praktische Übungen, die auf dem Aktionsplatz vor der Schule stattfanden, und viele Zuschauer anlockten. Der Löschzug der FFW Siershahn befreite zum Beispiel mit Hilfe einer Spreizschere zwei eingeklemmte Personen aus einem zerstörten Auto nach einem schweren Verkehrsunfall. Viel Beifall erntete die Rettungshundestaffel des Westerwaldes, die mit ihren Hunden anschaulich demonstriere, wozu Mensch und Tier in der Lage sind, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. Eine Drohnenvorführung der IuK Gruppe Westerwald fand ebenfalls reges Interesse, genau wie die Gefahrgutübung des Gefahrgutzuges der FFW Ransbach-Baumbach. Feuer und Flamme spielten eine Rolle, als die FFW Winnen anhand einer Fettbrandexplosion sehr realistisch demonstrierte, was passiert, wenn man stark erhitztes Fett mit Wasser ablöscht. Bei diesem Experiment wurde so ein Geschehen simuliert und hatte zur Folge, dass meterhohe Flammen in den Himmel schossen. Die Wettkampfgruppe der FFW Ötzingen führte einen Löschangriff unter Wettkampfbedingungen vor, und die Jugendfeuerwehr aus Staudt konnte vor großem Publikum auch einen Löschangriff vorführen. Alle Aktiven wurden im Rahmen der Vorführungen mit viel Beifall belohnt.

Für die Technikinteressierten war viel Lehrreiches in Erfahrung u bringen, unter anderem konnte die nigelnagelneue Mercedes Atego, Typ DLAK 23/12 der FFW Selters bestaunt werden. Der Anschaffungspreis betrug rund 650.000 Euro, daran kann man ermessen, welch wertvolle Fracht die Fahrer und Bediener des Fahrzeugs unter ihren Fittichen haben. Die Drehleiter kann eine Höhe von 32 Meter erreichen. Das THW Bendorf mit seiner Höhenrettungsgruppe, das DRK Wirges, und die DLRG vervollständigten die Präsentation der Hilfs- und Rettungsdienste. Die containergeschützte Einsatzkomponente 2 mit Drohnen, und die Führungs- und Einsatzkomponenten auf Kreisebene stellten sich ebenfalls vor.

Der mit viel Liebe und großem know-how organisierte Kreisfeuerwehrtag hatte die Chance, einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke in die Abläufe und das Geschehen bei der Feuerwehr zu gewähren. Chance genutzt, alle waren zufrieden. (wear)
       
       
       
 
Nachricht vom 23.06.2019 www.ww-kurier.de