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Landwirte und viele andere Besucher zog der Maschinenringtag an
Viele interessierte (Fach-)Besucher hat der Maschinenringtag in Enspel angezogen. Die landwirtschaftlichen Maschinen verteilten sich auf dem großen Gelände des Stöffel-Parks von der Nissenhalle bis um den „kleinen See“ herum. Obwohl die Besucher, die an diesem Tag keinen Eintritt zahlen brauchten, ab Mittag unablässig herbeiströmten, wirkte die Fläche keineswegs übervölkert. Schätzungsweise mehr als 1.000 Interessierte haben das Angebot wahrgenommen.
Maschinenring-Tag im Stöffel-Park. Fotos: Tatjana SteindorfEnspel. Das Wetter war hochsommerlich. Die 30 Grad Celsius nahmen die Besucher aber entspannt. „Für Landwirte ist es heute fast zu schön“, meinte Axel Scheffen (Hattert), Vorsitzender des Maschinenrings Rhein-Lahn-Sieg e.V. Denn da Gewitter am nächsten Tag gemeldet war, mussten einige noch Heu machen. So konnten weniger Maschinen ausgestellt werden, weil sie gebraucht wurden.

Bewusstsein für Bauern
Axel Scheffen möchte, dass ein „Bewusstsein für Bauern“ entsteht. „Das ist heute gar nicht so einfach, denn die Regale sind voll, und wir leben im Überfluss. Aber das Essen kommt nicht aus dem Supermarkt“. Da hilft nur: Austausch, Diskussion, Nachfragen… – etwa beim Maschinenringtag.

22 Mitgliedsbetriebe waren in Enspel insgesamt vertreten. Klein und Groß waren unterwegs, um sich umzusehen. Die ferngesteuerten Spielzeugtraktoren waren ebenso ein Anziehungspunkt wie die originalgroßen Exemplare. Sämaschinen und Grubber waren auch vor Ort. Für Kinder stand eine Hüpfburg bereit und sie konnten sich schminken lassen. Eine Firma bot den kompletten Bedarf an Elektrozäunen und Zaunbau an, über Stall- und Melktechnik sowie Gülletechnik und Versicherungen für Landwirte wurde informiert. Erzeugerprodukte gab es kaum, außer heimischen Säften. Ein Würstchenstand sorgte für das leibliche Wohl.

Der Stöffel-Park wurde zum ersten Mal als Ausstellungsort ausgewählt. Und an diesem Tag fand auch die jährliche Mitgliederversammlung mit etwa 60 Personen statt. Sonst wird separat dazu in die Stadthalle Montabaur eingeladen. Scheffen zeigte sich zufrieden und berichtete, dass einige, darunter Vertreter des Bauernverbandes, bereits zu der Wahl gratuliert hatten. Persönlich kann er sich eine Wiederholung vorstellen. „Aber wir sind hier am nördlichsten Punkt unseres Einzugsbereichs, da werden wir verschiedene Örtlichkeiten nutzen müssen.“ Die Organisation der Veranstaltung hatte in den Händen der Geschäftsstelle gelegen, betonte er.

Zum Maschinenring (MR)
Ein Maschinenring (MR) ist eine Vereinigung, in der Landwirte sich gegenseitig unterstützen. Im Jahr 1958 gründete Erich Geiersberger den ersten Maschinenring im niederbayerischen Buchhofen, ist auf der Homepage zu erfahren. Der Maschinenring ist eine Gemeinschaft, die Erfahrungen austauscht, Maschinen teilt beziehungsweise verleiht und sich in Notsituationen unterstützt und absichert. Auch werden Maschinen samt Personal vermittelt.

Der Maschinenring Rhein-Lahn-Sieg e.V. ist eine Organisation von Landwirten der vier rechtsrheinischen Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald von Rheinland-Pfalz. Rund 550 Mitglieder nutzen gemeinschaftlich Maschinen, Arbeitskräfte und Wissen, so stellt sich der MR auch im Internet vor. Seit 2015 ist Axel Scheffen aus Hattert Vorsitzender des eingetragenen Vereins, dessen gewerbliche Tochtergesellschaft die Maschinenring Taunus-Westerwald GmbH ist. (Tatjana Steindorf)
   
Nachricht vom 05.06.2019 www.ww-kurier.de