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15 Jahre Secondhand-Laden "Lilliputz"
Diesen Geburtstag nahm der Kinderschutzbund zum Anlass, seine ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen zu würdigen. Was vor 15 Jahren mit einer Kleiderkammer in den damaligen Räumlichkeiten in der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg mit einer Öffnungszeit von vier Stunden pro Woche begann, hat sich inzwischen zu einem Laden entwickelt, der von vielen Käufern und Verkäufern geschätzt wird und heute gefragter denn je ist. Die Kunden kommen nicht nur aus Hachenburg, sondern auch aus anderen Verbandsgemeinden und Kreisen. An fünf Tagen die Woche ist er jeweils sechs Stunden geöffnet.
Secondhand-Laden "Lilliputz". Fotos: privatHachenburg. Bewunderungswürdig ist der Einsatz der Teams, die unentgeltlich und mit viel Engagement ihre Tätigkeiten ausüben. Es wird in Teams von zwei bis drei Frauen pro Schicht gearbeitet. Sie organisieren sich selbst. Es wird Ware gespendet, aber auch in Kommission verkauft. Alles muss angenommen, geprüft und ausgezeichnet werden. Die Kommissionsware der Kunden wird im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel verkauft. Zwei Drittel erhält der Kunde nach dem Verkauf, ein Drittel geht an den Kinderschutzbund. Mit den Einnahmen werden die Aufgaben des Ladens (Miete, Strom und so weiter) bezahlt, der Gewinn geht in die Projekte des Kinderschutzbundes. Aber auch die nicht verkauften Artikel finden noch eine gute Verwendung in einem Kinderheim in Moldawien. Vielen Dank an dieser Stelle an die Familie Kind aus Gehlert, die die Transporte seit Jahren organisiert und durchführt.

Die steigenden Kundenzahlen sind ein Hinweis darauf, dass der Bedarf an günstigen Kinderartikeln wächst, die Finanzen knapp sind, aber auch ein neu erwachtes Bewusstsein in Richtung Nachhaltigkeit wächst. Viele Kindersachen können von einem Kind gar nicht aufgetragen werden und kommen auf diese Weise wieder anderen zugute.

Auch bei akuten Problemen bietet der Kinderschutzbund schnelle und unbürokratische Hilfe mit einer Spende aus dem Lilliputz.

Der Erfolg des Ladens in den letzten 15 Jahren ist ausschließlich auf die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zurückzuführen. Zurzeit teilen sich 36 Frauen die Ladenzeiten. Es sind oft die gleichen Frauen in einem Team, und über Jahre sind so Freundschaften entstanden. Ansprechpartnerinnen für die Ladenteams sind die Vorstandsmitglieder Renate Weigand-Schäfer und Barbara Hörter-Todt. Sie veranstalten regelmäßige Teamtreffen vor der neuen Saison und organisieren eine Sommerwanderung und einen Neujahrsempfang für die Ladenfrauen.

Anlässlich der Einladung zur "Geburtstagsfeier" konnte die Vorsitzende des Kinderschutzbundes viele Mitarbeiterinnen für ihr langjähriges Engagement ehren. Besonders dankte sie den Gründungsfrauen, die seit 2004, also 15 Jahre, im Laden tätig sind: Ute Gas, Annelie Henn, Doris Krämer, Gabi Leudert, Meike Mies, Dagmar Zavelberg und Sabine Zilles-Schäfer., Manuela Krämer und Mona Lemmer. Und auch den Frauen, die 10 Jahre und länger dort arbeiten: Christa Orthey, Veronika Hülpisch, Kerstin Johann, Petra Herz, Marianne Enders und Barbara Pfeiffer.

Wie Mechtild Brenner in ihrer Dankesrede ausführte, hätten vor 15 Jahren wahrscheinlich nicht viele Menschen geglaubt, dass ein Laden mit so vielen Mitarbeiterinnen funktioniert. Diese Zweifler wurden eines Besseren belehrt!

Wenn man die ehrenamtlichen Stunden addiert, die im Lilliputz in den vergangenen 15 Jahren geleistet wurden – ergibt dies die stolze Summe von 64.312 Stunden! Eine Mitarbeiterin, die von Beginn an dabei war, hat in dieser Zeit 2.160 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Diese Leistung, die Zuverlässigkeit und Treue können nicht hoch genug gewürdigt werden.

Wer im Lilliputz mitarbeiten möchte, kann sich gerne beim Leiterteam melden. Gesucht werden immer tatkräftige Mitarbeiterinnen.

Die Öffnungszeiten im Lilliputz sind: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Telefon 02662-948567. Weitere Informationen im Internet unter www.kinderschutzbund-hachenburg.de. (PM)

   
Nachricht vom 29.04.2019 www.ww-kurier.de