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Schrottfahrzeug auf Autobahn stillgelegt
Am Mittwoch, dem 17. April befanden sich Kontrolleure der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrsdirektion Koblenz im Rahmen der Verkehrsüberwachung auf der A 3, als sie gegen 18:30 Uhr im zähfließenden Verkehr einen vorausfahrenden Kleinbus mit Ausfuhrkennzeichen feststellten. Sie staunten nicht schlecht, als sie im Vorbeirollen bei der näheren Betrachtung des mit Roststellen behafteten Fahrzeugs im hinteren linken Radkasten ein circa 30 Zentimeter großes Loch entdeckten, durch welches man in den Fahrzeuginnenraum blicken konnte.
Durchgerostetes Fahrzeug. Fotos: PolizeiHeiligenroth. Der Kleinbus wurde schließlich angehalten und an der Anschlussstelle Montabaur einer Kontrolle unterzogen. Den Kontrolleuren gegenüber gab der 62-jährige Fahrer an, das Fahrzeug erworben zu haben und dieses nunmehr in seinen Heimatstaat ausführen zu wollen.

Die Beamten der Verkehrsdirektion stellten an dem Fahrzeug erhebliche Durchrostungen, unter anderem an Rahmen und Achsbefestigungen, sowie unbefestigte, massiv korrodierte Bremsleitungen und weitere Mängel fest, sodass die Weiterfahrt direkt untersagt und eine Vorführung des Fahrzeugs bei einer Prüforganisation am Donnerstagvormittag angeordnet wurde.

Auch der Prüfer staunte über den katastrophalen Zustand des Fahrzeugs. Die Feststellung mehrerer Rahmenbrüche, eine undichte Kraftstoffleitung und abtropfendes Öl am Motor rundeten das Mängelbild ab, sodass die klare Aussage des Prüfers lautete: Verkehrsunsicher!

Zum Schutz der Allgemeinheit folgte eine direkte Stilllegung des Fahrzeugs. Zur Durchsetzung der Außerbetriebsetzung und Verhinderung einer weiteren Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr wurden Zulassungsbescheinigung und Kennzeichen sichergestellt.

Gegenüber dem Fahrzeugeigentümer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet und die Zahlung einer Sicherheitsleistung angeordnet. Er muss sich jetzt Gedanken machen, wie die weitere Überführung des Fahrzeugs nach Südosteuropa erfolgen kann.
(PM Verkehrsdirektion Koblenz)
   
Nachricht vom 18.04.2019 www.ww-kurier.de