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Wirtschaft
Im Krankenhaus Dernbach müssen 28 Mitarbeiter gehen
Die Mitarbeitervertretungen der ViaSalus-Krankenhäuser in Dernbach, Zell und Frankfurt/M. haben heute den Mitarbeitern dieser Häuser die Ergebnisse der Sozialplanverhandlungen vorgestellt: In allen drei Häusern müssen Arbeitsplätze abgebaut werden, um die bestehenden Defizite abzubauen und einen kostendeckenden Betrieb dieser Krankenhäuser zu sichern. In Dernbach sind es 28 Arbeitsplätze. Sie können in eine Transfergesellschaft wechseln.
Dernbach. Der Arbeitsplatzabbau fällt aber deutlich geringer aus, als zunächst erwartet. Zudem ist es der Geschäftsführung der Katharina Kasper ViaSalus GmbH gelungen, gemeinsam mit den Mitarbeitervertretungen und der Agentur für Arbeit die Finanzierung für eine Transfergesellschaft grundsätzlich sicherzustellen. In dieser Gesellschaft erhalten die Arbeitnehmer sechs Monate lang 80 Prozent ihres pauschalierten Nettoentgeltes. Zusätzlich werden sie mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt.

Die betroffenen Mitarbeiter können nahtlos zum 1. Mai in die Transfergesellschaft wechseln und müssen sich nicht arbeitslos melden. Ferner erhalten die Mitarbeiter, die in die Transfergesellschaft eintreten, eine Wechselprämie in Höhe eines Brutto-Monatsgehalts. Zusätzlich haben die Mitarbeiter die Option auf eine „Sprinterprämie“: Wenn sie die Transfergesellschaft vorzeitig verlassen, erhalten sie 75 Prozent der noch ausstehenden Bezüge als Abfindung.

Die Ergebnisse der Sozialplanverhandlungen lauten im Einzelnen: Im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach müssen 28 Arbeitsplätze abgebaut werden; das entspricht 17,0 Vollzeitkräften (VK). Im Klinikum Mittelmosel in Zell sind es 26 Arbeitsplätze (17,6 VK). Und im Frankfurter St. Elisabethen-Krankenhaus sind 30 Arbeitsplätze (23,8 VK) betroffen. In den beiden ViaSalus-Krankenhäusern in Düsseldorf und Wesseling ist hingegen keine Reduzierung von Arbeitsplätzen erforderlich.

„Das bedeutet, dass wir weit weniger Arbeitsplätze abbauen müssen als zu Beginn des Eigenverwaltungsverfahrens erwartet“, betonte ViaSalus-Geschäftsführer Reinhard Wichels. „Dies ist vor allem auf die erfreulich positive Umsatzentwicklung in allen ViaSalus-Krankenhäusern seit Jahresanfang zurückzuführen. Ein Erfolg, an dem die Mitarbeiter großen Anteil haben.“

„So sehr ich den Verlust jedes einzelnen Arbeitsplatzes persönlich bedauere, so bin ich doch erleichtert, dass wir den betroffenen Mitarbeitern die Möglichkeit einer Transfergesellschaft anbieten können“, ergänzte ViaSalus-Geschäftsführer Manfred Sunderhaus. (PM)
Nachricht vom 12.04.2019 www.ww-kurier.de