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Time in Wissen bietet Lean-Praktiker-Schulungen
Das Technologie-Institut für Metall und Engineering (Time) bietet seit geraumer Zeit das Lean-Basis-Seminar an, um sich mit den Möglichkeiten der Ressourcenoptimierung im Unternehmen vertraut zu machen. Nun fand eine Lean-Praktiker-Schulung statt. „Unsere Kunden stehen unter enormen Wettbewerbsdruck“, weiß Time-Geschäftsführer Dr. Ralf Polzin.
Die Teilnehmer am Ende der Lean-Praktiker-Ausbildung mit Time-Geschäftsführer Dr. Ralf Polzin (rechts). (Foto: Time, Wissen) Wissen. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss sich ständig verbessern, das weiß jeder Unternehmer. Dazu gehört auch die Verbesserung der betrieblichen Abläufe. Time bietet seit geraumer Zeit das Lean-Basis-Seminar an, um sich mit den Möglichkeiten der Ressourcenoptimierung im Unternehmen vertraut zu machen. Nun fand eine Lean-Praktiker-Schulung statt. „Unsere Kunden stehen unter enormen Wettbewerbsdruck“, weiß Time-Geschäftsführer Dr. Ralf Polzin. Mit dem Ziel, die innerbetrieblichen Abläufe zu verbessern, bietet das Technologie-Institut für Metall und Engineering (Time) daher seit mehreren Jahren Lean- Basis-Seminare an, die immer gut besucht sind. Nun fand der Aufbaukurs Lean-Praktiker statt.

Lean Management: Damit geht es los
„Lean Management ist eine der wirksamsten Methoden, um gemeinsam mit den Mitarbeitern Prozesse nachhaltig zu verbessern. Dabei liegt der Fokus weniger in dem Erstellen von neuen Aktionsplänen und Präsentationen, als vielmehr in der praktischen Umsetzung“ weiß Schulungsleiter und Master Black Belt in Lean Management, Markus Heiden, zu berichten. Und wer in Hochlohnländern wie Deutschland kostendeckend produzieren will, darf unterwegs kein Geld liegen lassen. Häufig lassen sich die betrieblichen Abläufe optimieren, und darum geht es bei Lean Management. „Viele meinen, es ginge darum, Arbeitskräfte einzusparen. Darum geht es aber überhaupt nicht. Die meisten Unternehmen haben eh zu wenige Facharbeiter. In unserer Region ist der Fachkräftemangel doch keine Worthülse, sondern ein echtes Problem. Von daher müssen wir zusehen, die immer weniger werdenden Fachkräfte mit sinnvolleren Sachen zu beschäftigen als Material von A nach B zu bewegen.“ sagt Polzin. Auch vor dem Hintergrund von Industrie 4.0, der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung von Fertigungsprozessen ist Lean Management ein grundlegender Baustein. „Alle Arbeitsschritte, die nicht notwendig sind, sollte man zuerst eliminieren, bevor man sie aufwendig automatisiert.“ sagen Heiden und Polzin übereinstimmend. Somit ist das Lean Management die Grundlage für alle weiteren Verbesserungsprozesse.

Fortbildung zum Lean-Praktiker
Da Time um die Wichtigkeit des Themas weiß, hat man vor einiger Zeit neben der Lean- Basis-Schulung die Fortbildung zum Lean-Praktiker installiert. Während man beim Lean-Basis-Seminar einen ersten Einblick in das Thema erhält und ein erstes kleines Projekt selbstständig durchführt, ist die Lean-Praktiker-Ausbildung eine anerkannte Fortbildung. Time ist zu diesem Zweck akkreditierter Bildungspartner der Steinbeis Hochschule Berlin. Die Schulung endet mit einer Prüfung und dem Zertifikat zum „Green Belt of Lean Management“, wenn man denn die Prüfung besteht.

Ausbildung erfolgreich beendet
Nun haben acht Teilnehmer die Ausbildung zum Lean-Praktiker erfolgreich abgeschlossen. „Wir haben vieles praxisnah gelernt. Auch der Coaching-Tag in unserem Unternehmen hat uns wertvolle Impulse für die praktische Umsetzung gegeben “ sagt ein Teilnehmer zum Abschluss.

Um Firmen zu unterstützen, wurde Time mit Sitz in Wissen vom Land Rheinland-Pfalz, dem Kreis Altenkirchen, der Universität Siegen sowie der Handwerkskammer Koblenz gegründet. Die Time-Experten arbeiten mit modernster Technik. Es gibt drei Tätigkeitsschwerpunkte: Neben der kompetenten Unterstützung bei vielen Engineering-Fragestellungen geht es um die technologische und wirtschaftliche Optimierung von Schweißprozessen. Time beschäftigt sich dabei sowohl mit der anwendungsbezogenen Weiterentwicklung und Optimierung vieler gängiger Schweißverfahren für Hand- und Roboteranwendungen als auch mit der Werkstoffkunde und der Konstruktion. Darüber hinaus das Institut Simulationen für Metall-, Keramik- und Kunststoff-Bauteile und Anlagen. Der Technologie-Transfer erfolgt durch Seminare und Schulungen wie Schweißausbildung, der Ausbildung zum Schweißfach-Ingenieur (SFI) oder Schweißtechniker (ST), dem Lean-Basis-Seminar, der Lean-Praktiker-Ausbildung oder durch diverse Fachveranstaltungen. (PM)
Nachricht vom 12.01.2019 www.ww-kurier.de