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Enorme Unwetterschäden in Betzdorf und Kirchen
AKTUALISIERT (19.47 Uhr/Video und weitere Fotos) Um die Mittagszeit zog heute (31. Mai) ein katastrophales Unwetter über den Bereich Betzdorf-Kirchen und sorgte für heftige Überschwemmungen. Enorme Regenfälle und Hagel verwandelten Straßen in Flüsse. Überschwemmte Keller, Erdrutsche und aufgebrochene Straßen zeigen sich vielerorts als Folgen. Der Bahnhof war zeitweise gesperrt. Menschen wurden offensichtlich nicht verletzt.
Wie hier in Alsdorf verwandelten sich etliche Straßen im Bereich Betzdorf und Kirchen in Flüsse. (Foto: Bianca Willwacher) Betzdorf/Kirchen. Der Raum Betzdorf-Kirchen ist am heutigen Fronleichnamstag (31. Mai) von schweren Unwettern betroffen. Augenzeugen berichten von Wassermassen, die sich um die Mittagszeit in Folge von Starkregen und Hagel durch die Straßen schoben, von überfluteten Kellern, Erdrutschen - unter anderem an der Ausfahrt des Barbara-Tunnels - und aufgebrochenen Straßen, die nun nicht mehr befahrbar sind. In manchen Straßen stand das Wasser mehr als einen Meter hoch. Laut Pressemitteilung der Polizei war es durchaus außergewöhnlich, dass die Gewitterfront nicht abzog, sondern sich über anderthalb Stunden hinweg statisch über Betzdorf, Kirchen und Alsdorf abregnete.

In den sozialen Medien zeigen zahlreiche Videos, wie Straßen sich in Flüsse verwandelt haben, beispielsweise die Hellerstraße vor dem Betzdorfer Rathaus. Der Bahnhof war zeitweise gesperrt, der Bahnverkehr gestört. Auch die B 62 und die L 280 waren teilweise gesperrt. Laut Polizei in Betzdorf ist bislang nichts über durch das Unwetter und seine Folgen verletzte Personen bekannt. Die enormen Wassermassen – man sprach von 80 bis 90 Litern pro Quadratmeter – konnte die Kanalisation nicht aufnehmen, so dass Kanalöffnungen zu gewaltigen Wasserfontänen wurden. Augenzeugen sprechen von „unfassbaren Bildern“.

Diplom-Meteorologe Markus Müller von „WetterMüller“ aus Windeck, der vor Ort war, berichtet, dass die Sieg beim Pegel Betzdorf von 37 Zentimetern auf über 1,40 Meter angestiegen ist. Noch ist das Ausmaß der Schäden nicht überschaubar. Die Feuerwehren pumpen etliche Keller aus. Insgesamt sollen knapp 400 Einsatzkräfte im Einsatz gewesen sein. Neben verschiedenen Löschzügen der Feuerwehren waren Einheiten des Technischen Hilfswerks (THW) und die DLRG in den Einsatz eingebunden. Der AK-Kurier berichtet weiter. Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Lesern, die uns kurzfristig Fotomaterial aus der Region zur Verfügung gestellt haben. (as)


       
       
 
Nachricht vom 30.05.2018 www.ww-kurier.de