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125 Jahre Dienst im Ehrenamt: Herschbach feiert seine Feuerwehr
Mit einem Festkommers feierte die Freiwillige Feuerwehr Herschbach ihren 125. Geburtstag. Vollbesetzt war die Hergispach-Halle, zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, um das Wirken der Wehrleute zu würdigen. Viele der Aktiven wurden für ihr langjähriges Wirken an diesem Abend ausgezeichnet. Höhepunkt des Jubiläums: der Große Zapfenstreich.
Schon beim Einmarsch wurden die Herschbacher Wehrleute beim Festkommers zum 125. Geburtstag der Herschbacher Feuerwehr gefeiert, hier Wehrführer Jens Behrmann (rechts) und sein Stellvertreter Christoph Reifenberg. (Foto: wear)Herschbach/Uww. Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) in Herschbach (Unterwesterwald) hatte allen Grund, ein Jubelfest zu veranstalten: 125 Jahre besteht die Wehr in Herschbach, damit gehört sie zu den ältesten Feuerwehren im gesamten Westerwald. Das war Grund genug, zu einem Festkommers der Extraklasse in die Hergispach-Halle einzuladen. Die Liste der Ehrengäste und Gratulanten war so lang, dass sie nicht alle erwähnt werden können. Jedoch ließ es sich Landrat Achim Schwickert nicht nehmen, die Glückwünsche des Landkreises zu überbringen, natürlich war auch Ortsbürgermeister Axel Spiekermann anwesend, sowie Edgar Deichmann, der als Beigeordneter Bürgermeister Klaus Müller vertrat, kirchliche Würdenträger, die Vertreter des Kreisfeuerwehr-Verbandes und Abordnungen aller Wehren in der Verbandsgemeinde Selters.

Dank für Einsatz der Wehrleute
Nach dem Einmarsch der Herschbacher Wehrleute, die sich in einer Formation vor der Bühne aufstellten, begrüßte Wehrführer Jens Behrmann die Gäste in der vollbesetzten Halle. Er ließ die 125 Jahre in Kurzform nochmals durchlaufen. Die Herschbacher Feuerwehr ist mit 39 Aktiven und 17 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr derzeit gut aufgestellt. Jens Behrmann lobte seine Mannen und ihren Einsatz für die Allgemeinheit, vergaß aber nicht, sich bei deren Partnern zu bedanken, die häufig auf ihre Männer, und die Kinder auf ihre Väter, verzichten müssen. Die Aufgaben und Vorgaben für die Wehren haben sich entscheidend verändert, im technischen wie im Verwaltungsbereich, dadurch fallen viele Stunden für Seminare, technische Ausbildung, Übungen und Fortbildungsmaßnahmen an. Insgesamt haben die Mitglieder der FFW im Jahr 2017 5213 Dienststunden abgeleistet.

Viele Umschläge übergeben
Die Gratulanten hatten ebenfalls dieses Thema auf ihrer Agenda, sie lobten die Wehren als unverzichtbaren Bestandteil des Ehrenamtes. Ihr Einsatz könne nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Die Probleme mit der Werbung für den Nachwuchs spielten ebenfalls eine Rolle in den Reden, es wäre heute nicht mehr so leicht, Jugendliche für die Feuerwehren zu gewinnen. Die Organisatoren des Festkommers‘ hatten die Redebeiträge in drei Blöcke aufgeteilt, jeweils unterbrochen von Vorführungen des Musikvereins Herschbach, des MGV „Frohsinn“, des Spielmannszugs 1956 Herschbach und der Gardetanz-Formation der „Amazonen“ der KG Herschbach. Mit diesem Schachzug wurde das Interesse an den Wortbeiträgen hochgehalten, zudem wurden die Auftritte sehr gefeiert. Sämtliche Gratulanten kamen nicht mit leeren Händen, Jens Wehrmann konnte viele Umschläge in Empfang nehmen, der Inhalt kommt sicherlich der Jugendarbeit der FFW Herschbach zugute.

Großer Zapfenstreich

Absoluter Höhepunkt des Abends war der große Zapfenstreich, zelebriert vom Musikverein Herschbach und dem Spielmannszug 1956. Als der Saal abgedunkelt wurde und die FFW Herschbach in Formation einmarschierte, begleitet von einigen Fackelträgern, herrschte atemlose Stille in der Halle. Den Musikern muss ein großes Kompliment ausgesprochen werden, denn es war eine grandiose Vorführung, die nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne mit jubelndem Applaus belohnt wurde - ein grandioses Ende einer denkwürdigen Veranstaltung.

Verdiente Mitstreiter ausgezeichnet
Schließlich standen auch zahlreiche Ehrungen auf der Agenda des Abends:
• Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der FFW wurden geehrt: Dennis Borchardt, Marcel Pfeifer, Benjamin Kehrlößer, Tobias Tross, Marco Krah, Adrian Eiser, Florian Eiser, Christian Fein, Florian Hoffmann, Pierre Joswig, Björn Becker, Manuel Fuchs, Rolf Marquardt, Michael Gecks, Steffen Graf, Tim Rösner, Gösta Sayn und Dirk Reifenberg
• Für 35 Jahre Mitgliedschaft in der FFW wurden geehrt: Jörg Hill, Michael Montel, Dietmar Schäfer und Bernd Ströder
• Für 45 Jahre Mitgliedschaft in der FFW wurden geehrt: Hans-Joachim Brühl, Thomas Koch und Manfred Meckel. (wear)
       
       
Nachricht vom 28.05.2018 www.ww-kurier.de