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Geopark Westerwald-Lahn-Taunus weiter zertifiziert
Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk aus Potsdam erreichte unlängst die Geschäftsstelle des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus: Die Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung übermittelte den positiven Bescheid zur erneuten Zertifizierung als „Nationaler Geo-Park in Deutschland“.
Symbolfoto: Basalt

Altenkirchen/Limburg/Montabaur/Wetzlar. Damit ist der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus auch weiterhin einer von insgesamt 16 mit diesem Gütesiegel zertifizierten Geoparks, die sich unter anderem durch eine herausgehobene Qualität mit klar definierten Anforderungen auszeichnen. Die freudige Botschaft wurde am Freitag, den 15. Dezember bei einem gemeinsamen Pressetermin im Geoinformationszentrum Grube Fortuna an die Träger des Geoparks, die Vertreter der Landkreise Lahn-Dill, Westerwald, Altenkirchen und Limburg-Weilburg, überbracht.

Der Weg hin zu der erneuten Zertifizierung als Nationaler Geopark war keinesfalls ein Selbstläufer, sondern vielmehr das Resultat arbeitsreicher Wochen und Monate. Die Geopark- Geschäftsstelle reichte bereits im April 2017 ein umfassendes Evaluierungsdokument bei der nationalen Zertifizierungsstelle, der Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung, ein. Im August dieses Jahres folgte dann eine zwei-tägige Befahrung des Geoparks durch die Mitglieder der Expertenkommission der Geo-Union. Dabei wurde insbesondere überprüft, wie sich der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus seit der Erstzertifizierung im Jahre 2012 entwickelt hat und welche nachhaltigen Strukturen aufgebaut wurden, sowie welche touristischen Infrastrukturen entstanden sind. Für die Geo-Union hat sich der Geopark bei dieser Überprüfung als gut organisierte Institution präsentiert, der es sehr gut gelingt, ein weites Netzwerk von Partnereinrichtungen und Einzelpersonen zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzuspannen. Außerdem wurde dabei bescheinigt, dass der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus mit seinen Infozentren und Geopunkten in der Fläche sehr präsent ist und die geowissenschaftlichen Sehenswürdigkeiten sehr attraktiv entwickelt sind. Abschließend stellt die Geo-Union fest, „dass das Management-Team des Geoparks fachlich, touristisch und administrativ sehr erfolgreich arbeitet.“

Weltweit werden Regionen mit besonderen geologischen und landschaftlichen Besonderheiten als Geoparks ausgewiesen. Der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus hat das Ziel, die Geschichte der Erde im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und aktiv erlebbar zu machen. Die Sehenswürdigkeiten der Region mit geologischer, kultur- oder wirtschaftshistorischer Relevanz werden im Geopark miteinander vernetzt und „schicken sich gegenseitig Gäste, Bürger, Kinder und Jugendliche“. Die Region in Westerwald, Lahntal und Taunus ist ein steinreiches Land. Die geologischen Besonderheiten und die daraus resultierenden reichen Rohstoffvorkommen prägen die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung bis in die Gegenwart. Diese Geschichte und Geschichten zu bewahren ist eine wesentliche Aufgabe des „Rohstoff“- Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus, der 2010 von den Landkreisen Altenkirchen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Westerwald gegründet wurde.

Hier können über 400 Millionen Jahre Erd- und über 2.500 Jahre Bergbaugeschichte erkundet und erlebt werden. Ob Lahnmarmor, Kalk und Eisenerz aus der Devon-Zeit im Lahn-Dill-Gebiet, Basalt und Ton des Tertiär-Zeitalters im Westerwald oder die Spuren unterseeischer Vulkane im Taunus: Überall bieten Sehenswürdigkeiten die Möglichkeit, tief in die spannende Entwicklungsgeschichte der Erde einzutauchen. Alles ist bereit für das Abenteuer, familiengerecht und serviceorientiert. Dabei kommt auch der Genuss nicht zu kurz – Mineral- und Heilquellen fördern kostbares Wasser tief aus der Erde, und regionale Spezialitäten werden von den Geopark-Gastgebern serviert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.geopark-wlt.de. (PM)

Nachricht vom 19.12.2017 www.ww-kurier.de