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Region
Kein Ausschluss des Nordischen Sportes vom Stegskopf
Hiermit widerspricht das DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum den Ausführungen der Naturschutzverbände NI, GNOR und Pollichia aus verschiedensten Gründen. Der Skiverein SVS Emmerhausen stellvertretend für die ganzen Skivereine im Skiverband Rheinland e.V. befindet sich seit über 50 Jahren durch den Status des Truppenübungsplatzes Lager Stegskopf in einer geographisch sehr ungünstigen Randlage, obwohl auf etlichen bisher schon freigegebenen Wegen durch die gute Höhenlage nordische Sportarten wie Skilanglauf, Rollski und Nordic Walking möglich wären, so wie es vor 50 Jahren einmal der Fall war.
SymbolfotoEmmerzhausen. Hierdurch müssen viele Westerwälder Sportler alljährlich in etwas mageren Wintern viele Wege mit dem Auto zurücklegen und die Besucher müssen bei der Anfahrt zum Stegskopf im Dreiländereck umständliche Wege fahren. Hierdurch müssen viele Westerwälder Sportler zum Rollskitraining für das kein Schnee gebraucht wird aufgrund des derzeit rechtlich unsicheren Status ebenfalls viele Kilometer zurücklegen. Dies entspricht bestimmt nicht den Klimazielen im Hinblick auf weniger CO2 Ausstoß. Die Aussage, dass hierdurch die Wildkatze gestört würde kann so nicht stimmen, da Nordische Sportler immer an Wege gebunden sind auf die sich das vorgeschlagene Konzept vom Ausbildungszentrum bezieht. Das Ausbildungszentrum ist daher total irritiert von der Haltung der drei Naturschutzverbände, da im persönlichen Gespräch mit Vertretern wie Harry Neumann ein anderer Eindruck aufkam, zumal die drei Verbände weitere Wege für Radfahrer und Wanderer wie die Platzrandstraßen gerne geöffnet haben möchten.

Das Prinzip feste Wege für alle Nutzergruppen vom Wanderer über den Skilangläufer, Rollskiläufer bis hin zum Mountainbiker zu definieren findet in vielen Regionen mit Naturschutzgebieten Deutschlands Anwendung. Beispiele sind hier der Naturschutzpark Hoher Vogelsberg in Schotten, Arberregion Bayrischer Wald, Harzregion um den Brocken sowie viele Bereiche des Schwarzwaldes indem Skilanglaufsport mit dem Naturschutz in Einklang gebracht worden ist und mittlerweile viele Wildtiere ihren Platz haben. Das Ausbildungszentrum des Skiverbandes wünscht sich, das auch im Westerwald so etwas möglich ist, da hier über die Naturschutzgesetze und Natura 2000 und FFH-Richtlinien ein sanfter Mehrwert für Naturschützer, Sportler, Besucher und viele mehr der Region geschaffen würde.

Deshalb hat das DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband Rheinland e.V. in Absprache mit dem SVS Emmerzhausen ein multifunktionales Sportwegekonzept mit Nordic aktiv im östlichen Lager Bereich des Höllenkopfes vorgeschlagen. Dieses Konzept geht von den bereits freigegebenen Wegen aus und berücksichtigt auch die freigegebenen Platzrandstraßen. Dieses Konzept orientiert sich an Standardrichtlinien wie sie der DSV Umweltbeirat mit dem Institut für Natursport und Ökologie der Sporthochschule Köln unter Prof. Ralf Roth in jahrelanger Arbeit entwickelt wurden. Außerdem passt dieses Konzept idealerweise zu den Bestrebungen der DBU, die im Jahre 2007 selbst an den DSV Umweltbeirat herangetreten ist, damit das Bildungsprojekt Sport im Naturschutz mit Ticket 2 Nature entwickelt wurde.

Von daher würde eine Ablehnung viele Nutzergruppen des Sportes vom kompletten Gelände auf den freigegebenen Wegen ausschließen. Sportausübung braucht geregelte Naturräume, damit Menschen von Jung und Alt etwas für ihre Gesundheit tun können. Gerade in Zeiten immer mehr übergewichtiger Kinder und einer immer älter werdenden Bevölkerung würden mit solchen Verboten den Einwohnern im Westerwald weitere Möglichkeiten für eine preisgünstige Gesundheitsförderung genommen. Zumal die Krankenkassenbeiträge immer weiter steigen.

Nordic Walking, Rollski und Skilanglauf gelten nicht umsonst als eine der gesündesten Sportarten. Da auch eine komplette Schließung des Lagers Stegskopf schon im Gespräch war, damit alles einem Ökokonto zugeführt wird, würden auch die Sportanlagen des Lagers abgebaut. Damit müsste anderer Stelle wieder etwas Neues geschaffen werden und Volksvermögen in Form der hervorragend vorhandenen Gebäude würde auf Kosten des Steuerzahlers vernichtet. Dies ist bestimmt nicht wirtschaftlich und sozial nachhaltig. Daneben leistet Sport in der Natur für Jugendliche einen nicht unerheblichen Beitrag zur sozialen Integration in alle Richtungen. Ärmere Kinder aus der Stadt bekommen in unserer Region die Möglichkeit für wenig Geld eine gesunde und sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten.

Jugendliche die über Sport in der Natur Empathie gegenüber Pflanzen und Tieren erlernen erwerben damit auch für ihren Alltag und das Berufsleben wertvolle Sozialkompetenzen. Wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft. Kinder die sich dann in einer tollen Natur nicht mehr bewegen dürfen und noch weiter mit Verboten reglementiert werden, suchen sich dann noch weiter virtuelle Scheinwelten. Man könnte daher viel mehr Menschen für den Naturschutz gewinnen, durch ein Konzept einer Besucherlenkung und durch ein Ausbildungskonzept der nordischen DSV Trainer, die bereits heute Umweltwissen parat haben müssen und verpflichtet sind dies an ihre Teilnehmer weiterzugeben und sich verantwortungsbewusst zu verhalten.

Nicht umsonst ist der organisierte Sport im DOSB bis in die kleinsten Untergliederungen der Landessportbünde und seiner Vereine die größte Bürgerbewegung der Gesellschaft. Das DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum wünscht sich daher als Vertreter eines Teiles dieser relevanten gesellschaftlichen Gruppe, das auch deren Belange wie der organisierte nordische Sport in Zukunft nicht von den Zukunftsplanungen des Lagers Stegskopf ausgeschlossen werden.

PM Stefan Puderbach, DSV Skilehrer Nordic DOSB-A-Trainer Breitensport und Pressesprecher Leiter DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband Rheinland e.V.
 
Nachricht vom 16.11.2017 www.ww-kurier.de