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Nachricht vom 26.03.2017
Region
PKW durchbricht Lärmschutzwand auf Autobahn
Am 27. März, gegen 13.45 Uhr, ereignete sich auf der Bundesautobahn 3, im Bereich der Gemarkung Großholbach, ein Verkehrsunfall an welchem ein Personenkraftwagen beteiligt war. Der 72-jährige Fahrzeugführer befuhr die Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Er kam plötzlich von der Fahrbahn ab und kollidierte mit Leitplanke und Lärmschutzwand.
Fotos: AutobahnpolizeiGroßholbach Laut Aussage eines hinter dem PKW fahrenden Zeugen fuhr der unfallbeteiligte Personenkraftwagen auf dem mittleren Fahrstreifen. Der Personenkraftwagen fuhr ungebremst über den rechten Fahrstreifen sowie den Seitenstreifen der Autobahn und kam schließlich nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort fuhr er zunächst circa 100 Meter auf dem neben der Fahrbahn befindlichen Grünstreifen. Anschließend kollidierte er mit einer neben der Fahrbahn befindlichen Schutzplanke und schließlich mit einer Lärmschutzwand bestehend aus Metallelementen.

Die Lärmschutzwand wurde durch das Fahrzeug durchbrochen. Der PKW kam hinter der Lärmschutzwand zum Stehen. Durch die Kollision brachen die unteren Elemente der Lärmschutzwand heraus, so dass die oberen herunter rutschten. Dadurch bildete sich lediglich eine kleine Lücke unter den Elementen der Schutzplanke, welche als Zugang zu dem verunglückten Fahrzeugführer diente.

Ersthelfer stellten fest, dass der Fahrzeugführer ansprechbar war, jedoch aufgrund der Deformierung des Fahrzeugs nicht aus dem Fahrzeug heraussteigen konnte. Aufgrund dieser Feststellung wurden neben dem Rettungsdienst noch Freiwillige Feuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur hinzugezogen. Die Feuerwehren befreiten den Fahrzeugführer mittels hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeuginnenraum.

Anschließend wurde der Fahrzeugführer zur ärztlichen Untersuchung mittels Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Der rechte und mittlere Fahrstreifen der Autobahn war zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme und Bergung des verunfallten Fahrzeugs gesperrt, hierdurch entstand eine Staulänge von rund zehn Kilometer. Die Sperrung der Fahrstreifen wurde gegen 16.30 Uhr aufgehoben. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.
 
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