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Kultur
Petermännchen-Theater fliegt First Class mit “Boeing, Boeing”
Überaus erfolgreiche Premiere bei gut gefülltem Terminal im “Kleinen Haus” in Rothenbach. Die diesjährige Komödie des Petermännchen-Theaters „Boeing, Boeing“ von Marc Camoletti bot am Samstagabend anspruchsvolle und kurzweiligste Unterhaltung der besonderen Art und erntete mehrfach frenetischen Szenenapplaus.
Szene aus "Boeing, Boeing". Foto: VeranstalterRothenbach/Westerburg. Sobald der Vorhang geöffnet wird, befindet sich der Zuschauer im Wohnzimmer des überaus charmanten Innenarchitekten Bernard, authentisch gespielt von Holger Schulze. Er hält die Amerikanerin Janet, herrlich frisch dargestellt von Holly Wallace, liebevoll im Arm. Und schon nimmt das Stück seinen Lauf. Die Regisseure Karina Aselmeyer und Holger Schulze sorgen dafür, dass der Zuschauer zwei Stunden lang in seinem Flugsessel köstlich unterhalten wird. Hierzu tragen auch die liebevoll und detailreich gestalteten Kostüme und Kulisse bei und nehmen die Zuschauer mit in das Paris der 90er Jahre.

Nach nur wenigen Minuten erlebt die Komödie bereits ihren ersten von unzähligen Höhepunkten: Robert, langjähriger Freund Bernards und aus der tiefsten Provinz, taucht unangemeldet als Besuch auf. Hier zeigt Lukas Michel sein Können und verkörpert die Rolle, als sei sie ihm auf den Leib geschrieben. Er erfährt, dass Bernard nicht nur mit Janet, sondern auch mit der Schweizerin Judith liiert ist.

Carina Sauer mit ihrem köstlichen Schweizer Dialekt ist aber noch nicht der Schlusspunkt der Damenrunde. Diese wird vervollständigt durch Veronika Schneider, die die Französin Jaqueline bezaubernd verkörpert. Der Provinzler Robert lehnt dieses „Perpetuum mobile der Liebe“ natürlich ab, sucht er doch nach der einen Frau, die ihn sein Leben lang glücklich macht. Er bewundert zwar Bernards ausgeklügeltes System, dieses gerät aber schon bald durch die moderne Technik ins Wanken. Nun steht er seinem Freund helfend zur Seite, was ihm allerdings eine gehörige Portion Geschick und mehr als einen Tropfen Angstschweiß abverlangt.

Hierbei wird den Lachmuskeln des Zuschauers alles abverlangt. Es bleibt kein Auge trocken. Unterstützt wird Robert dabei tatkräftig von Bernards Dienstmädchen Ella. In dieser Rolle zeigt Karina Aselmeyer überzeugend, wozu ein Dienstmädchen in solch einem Haushalt in der Lage ist. Das rasante Tempo dieser Komödie, gepaart mit der ausgeprägten Mimik und Gestik der Akteure, honorierten die Zuschauer immer wieder mit Szenenapplaus und anhaltenden Lachern. Für den optimalen Start von „Boeing, Boeing“ sorgte auch das perfekt aufgestellte Bodenpersonal hinter den Kulissen. Hier zeichnen sich Georg Aselmeyer und Frederic Knoblauch für den Bühnenbau, Hartmut Michel in der Technik sowie als Inspizienz Saskia Wolf und die Maske mit Laura Knoblauch, Ute Thoma und Fabienne Emrath für einen reibungslosen Flug verantwortlich. Das Publikum bedankte sich am Ende dieser überaus gelungenen Premiere mit tosendem Applaus für diesen äußerst kurzweiligen und amüsanten Abend.

Nach dem erfolgreichen Jungfernflug am ersten Spielwochenende freuen sich alle Akteure des PetermännchenTheaters auf die kommenden Passagiere. Flüge ins Kleine Haus in Rothenbach werden noch am 24. und 25. September angeboten. Samstags startet die Petermännchen-Maschine um 20 Uhr, sonntags bereits um 18 Uhr. Ein Sonderflug nach Westerburg in die Stadthalle findet am 3. Oktober um 17 Uhr statt. Tickets können im Zigarrenhaus Wengenroth in Westerburg oder bei der Buchhandlung Reuffel in Montabaur erworben sowie online auf www.petermaennchen-theater.de unter „Tickets“ oder telefonisch unter der Ticket-Hotline 0160/3402286 reserviert werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.petermaennchen-theater.de oder auf der Facebook-Seite unter www.facebook.com/PetermaennchenTheater zu finden.
Nachricht vom 19.09.2016 www.ww-kurier.de