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Nachricht vom 23.07.2016
Vereine
Meiler-Qualm hat sich verzogen, Erinnerungen bleiben
Müschenbach hat das achte Meilerfest des MGV 1926 zu einem unvergessenen Erlebnis und einem anspruchsvollen Musikerlebnis reifen lassen. Unbeschwerte Stunden bei Musik von Chören und Kapellen werden noch lange nachklingen.
Meilerfest des MGV 1926 Müschenbach. Fotos: Reinhard PanthelMüschenbach. Das zehntägige Meilerfest ist zu Ende gegangen. Der Männerchor 1926 Müschenbach hat erneut bewiesen, dass er mit viel Fleiß und Engagement ein anspruchsvolles Programm geboten hat, das alle Musikfreunde während der Festwoche vereinte. Vorsitzender Hubertus Schneider kann stolz sein auf die vielen Helfer, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt hatten und das achte Meilerfest zum Erfolg führten.

„90 Jahre MGV Müschenbach, jeweils zehnjähriges Bestehen der Mixed Allegro Singers, Happy Voices und Singing Kids, schöner kann man kein Jubiläum feiern. Im großen und ganzen hat auch das Wetter mitgespielt und der Meiler, um den es eigentlich ging, bescherte eine reiche Ernte aus den 60 Raummetern Holz, die als Holzkohle zum Kauf angeboten werden. Verflogen ist der Meilerqualm, der bei wechselndem Wind über die Köpfe der Gäste und Aktiven hinweg zog und mit seinem „Meiler-Moschus“ überall – auch nach dem Festbesuch – zu riechen war.

Befreundete Chöre aus den Nachbarregionen folgten der Einladung des Männerchors Müschenbach, dessen Sänger auch stets zur Stelle sind, wenn andere Chöre Unterstützung benötigen. Es gab Tage und Abende, an denen die Besucher kaum zu zählen waren. So dicht gedrängt folgten sie den Darbietungen der Chöre und verschiedenen Musikgruppen aus der Region.

Am Samstagnachmittag gab es eine Besonderheit. 24 nette jüngste und jugendliche Mädchen der Showtanzgruppe „Dance Point“ aus Ingelbach überraschten mit ihren Tänzen das gespannte Publikum. Trainerin Martina Will hat es verstanden, den sechs- bis 17jährigen Mädchen den Spaß am Tanz zu vermitteln. Alle beherrschten den Spagat und wurden in ihren schmucken Kostümen anerkennend beklatscht. Am 17. Dezember sind sie bei einem Musical in der Altenkirchener Stadthalle erneut zu bewundern.

Das Blasorchester Marienstatt eröffnete das letzte Festtagskonzert am Sonntagmorgen von 11-15 Uhr. Für Stephan Hehl als Dirigent ein Heimspiel, denn er übernahm das 1977 von seinem Vater Albert Hehl gegründete Orchester schon im Jahr 1987. Wie immer mit dabei seine beiden Schwestern Susanne und ihre „fünf Minuten jüngere Schwester“ Isabelle. Verschiedene Chöre sorgten für die Gestaltung des Nachmittags-Programms und gegen Abend brachten die Akteure der „Just for Fun“ Dixieland Jazz Band für gute Unterhaltung. Gefolgt von Musik bis zum Ende mit einer Cocktail-Partyband.

Einer der Höhepunkte des Sonntags fand besondere Aufmerksamkeit. Nicht als „HB-Männchen“, sondern mit dem Hubschrauber des heimattreuen Weltumrunders Reiner Meutsch aus Kroppach konnte man „in die Luft gehen“. Er selbst weilte an diesem Tag leider nicht im Westerwald, sondern war auf dem Weg nach Amerika. Er wurde aber gut vertreten von dem ebenfalls erfahrenen Hubschrauber-Piloten Björn Hoffmann, der zusammen mit Torsten Bothe insgesamt von morgens bis abends für die „Rundflüge am Meilerfest“ in Müschenbach verantwortlich war. Das Besondere daran, von jedem Fluggast – der die Heimat von oben sehen wollte - wurden zehn Euro (oder 20 Euro) an die Reiner-Meutsch-Stiftung „fly and help“ abgeführt. Den Westerwäldern ist bekannt, dass Reiner Meutsch mit seiner Stiftung 100 Schulen in aller Welt bauen will. Und diesem Ziel kommt er mit jeder Spende immer näher. repa
       
       
       
 
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