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Krankenhaus Dierdorf/Selters verleiht Manz Ehrenmitgliedschaft
Seit November 1984 war Alfred Manz als Vertreter des Krankenhausvereins Selters/Dierdorf Mitglied im Verwaltungsrat des Evangelischen Krankenhaues Dierdorf/Selters. Nun wurde der inzwischen 91jährige aus dem Gremium verabschiedet.
Alfred Manz war 30 Jahre lang Mitglied im Verwaltungsrat des Krankenhauses Dierdorf/Selters. Foto: PrivatDierdorf/Selters. In Dankbarkeit für seine langjährige Tätigkeit wurde ihm seitens des Krankenhauses die Ehrenmitgliedschaft im Verwaltungsrat verliehen. In seiner Amtszeit hat Alfred Manz die Entwicklung des Krankenhauses entscheidend mitgestaltet und geprägt.

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit sah er sich mit den Plänen des damaligen Mitgesellschafters (Johanniterorden) und der Landespolitik konfrontiert, das Haus in Selters nach der Fusion zu schließen. In vielen Gesprächen und Verhandlungen konnte er die Verantwortlichen doch zum Verbleib des Standortes Selters überzeugen. Die Westerwälder Zeitung titelte damals „Manz rettet Klinik“.

In den Folgejahren war Manz stets bemüht, die Entwicklung an beiden Standorten voranzutreiben. So gelang es ihm schnell durch engen Kontakt zum Ministerium in Mainz, in Selters eine neurologische Fachabteilung einzurichten. Somit war die Lücke in Selters, die durch die Verlagerung der Chirurgie von Selters nach Dierdorf entstanden war, aufgefüllt. „Alfred Manz hat Unvergessliches für das Krankenhaus geleistet. Er war maßgeblich an allen wichtigen Entscheidungen in den letzten 30 Jahren beteiligt. Dafür danken wir ihm außerordentlich“, so Rolf-Peter Leonhardt, Vorsitzender des Verwaltungsrates.

In seinen über 30 Jahren als Mitglied des Verwaltungsrates konnte Alfred Manz viele Gäste aus Wirtschaft und Politik begrüßen, darunter Horst Seehofer, Rudolf Scharping, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und die jetzige Ministerpräsidentin und damalige Gesundheitsministerin Malu Dreyer, die das Krankenhaus als „eine Perle in der Krankenhauslandschaft“ bezeichnete. Die Entwicklung des Krankenhauses spricht für sich: Vor 30 Jahren wurden 4.300 Patienten behandelt, in 2015 waren es 8.000. Das Haus beschäftigt inzwischen mehr als 360 Mitarbeiter und ist finanziell gut aufgestellt. Viele Baumaßnahmen und Sanierungen sind erfolgt.

Auch die Medizintechnik ist auf dem neuesten Stand, was Alfred Manz immer sehr wichtig war. Er sprach schriftlich dem scheidenden Geschäftsführer Erwin Reuhl, allen Mitarbeitern des Krankenhauses, insbesondere den Ärzten und dem „unermüdlichen Pflegepersonal“ seinen Dank aus. Alfred Manz wurde bereits in den 1990iger Jahren der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz sowie für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten die Goldene Ehrennadel der Diakonie verliehen.
Nachricht vom 12.06.2016 www.ww-kurier.de