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Bundeskongress Kleinwüchsiger Menschen in Oberlahr
Der diesjährige Bundeskongress des Bundesselbsthilfe-Verbandes Kleinwüchsiger Menschen (VKM) findet vom 25. bis 29. Mai in Oberlahr statt. Mit sechs Landesverbänden vertreten sie über 400 Mitglieder und weit über 100.000 Menschen mit Kleinwuchs in Deutschland.
Beisitzer Harald Berndt, Vorsitzende Lydia Maus, Organisatorin Sandra Berndt und die Pressesprecherin Sabine Popp (von links). Im Hintergrund Hotelmanagerin Tanja Ehlscheid. Foto: Wolfgang TischlerOberlahr. Die Selbsthilfevereinigung bietet Menschen mit Kleinwuchs Unterstützung bei psycho-sozialen, rechtlichen und sozialpolitischen Anliegen. Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder zum Bundeskongress. In diesem Jahr findet das Treffen in Oberlahr statt. Bis zu einer Körpergröße von 1,40 Meter wird nach dem Schwerbehinderten-Gesetz Kleinwuchs als Behinderung anerkannt. Der Verband hält eine Anerkennung für Menschen bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter für angemessen.

Für Hotelmanagerin Tanja Ehlscheid ist es eine besondere Herausforderung ihre „kleinen“ Gäste angemessen unterzubringen. Zusammen mit der Organisatorin der Veranstaltung, Sandra Berndt aus Oberhonnefeld, unterstützt durch Ehemann Harald, wurden einige Vorkehrungen getroffen. Bereits beim Betreten des Hotels fällt auf, dass vor der Rezeption eine Treppe steht. Dadurch können die ankommenden Gäste auf Augenhöhe bedient werden. In den Bädern gibt es Kästen, mit Hussen bezogen, die als Hocker oder Hilfe zum Erreichen des Waschbeckens dienen.

Wie entsteht Kleinwuchs? Es ist eine Wachstumsstörung, die vielfältig und bislang nur zum Teil bekannt ist. Im Prinzip gibt es drei Hauptgruppen, nämlich Hormoneller Kleinwuchs, Genetisch bedingter Kleinwuchs und Kleinwuchs, ausgelöst durch Stoffwechselkrankheiten.

Beim Kongress geht es in diesem Jahr um die Schmerzen, die vom Kleinwuchs ausgelöst werden, die vielfältiger Natur und Intensität sein können. Drei Experten beleuchten sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es wird die medizinische Sicht eines Arztes dargelegt. Die therapeutische Sicht kommt zum Tragen. Oft sind die Lungenfunktion und das Lungenvolumen eingeschränkt, insofern sind „Atemtherapien“ wichtig. Ein großer Block nimmt die Ganzheitliche Betrachtung ein. Hier stellen sich viele Fragen: Wie gehe ich mit meinem eingeschränkten Körper um? Welche Erwartung habe ich? Wie nehme ich meine Körper war? Und viele weitere Fragen.

Das Gesellige und der Gedankenaustausch kommen nicht zu kurz. So steht zum Beispiel ein Ausflug nach Koblenz an, es gibt einen Tanzabend und geselliges Beisammensein. Nach der Jahreshauptversammlung und dem Bankett am Samstag, heißt es dann am Sonntag Abschied nehmen. (woti)
Nachricht vom 25.05.2016 www.ww-kurier.de