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Gemeinschaft betet auf dem Herzenberg für die Kranken
Not und Leid sind für viele Menschen Anlass, ihre Anliegen in der Gnadenkapelle auf dem Herzenberg vor die Gottesmutter zu bringen und auf Hilfe zu hoffen. So kamen auch in diesem Jahr wieder Viele auf Einladung der Gemeinschaft Sant’Egidio zum zweiten Gebet für die Kranken zum Herzenberg.
Sant Egidio. Foto: privat.Hadamar. „Vielleicht wollen Sie für einen Kranken in Ihrer Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft oder im Kollegenkreis beten. Vielleicht sind Sie aber auch selbst krank und möchten sich auf die Fürsprache der Gottesmutter unter die Obhut unseres Vaters im Himmel stellen. Gemeinsam wollen wir all’ derer gedenken, die unser Gebet nötig haben.“, wandte sich Pfarrer Andreas Fuchs in seiner Begrüßung an die etwa 50 Teilnehmer.

Die Organisatoren hatten ein Liederheft zusammengestellt, das jeder Besucher zu Beginn erhielt. So waren alle eingeladen, die Lieder aus der Liturgie von Sant’Egidio mitzusingen. Es wurden Zettel ausgeteilt, sodass jeder Teilnehmer die Namen der Menschen, für die er betete, aufschreiben und den Zettel in einen vorbereiteten Krug werfen konnte. Gleichzeitig wurde für die Betroffenen eine Kerze angezündet.

Pfarrer Andreas Fuchs ging in seiner kurzen Predigt darauf ein, dass Gott nicht am Leid des Einzelnen vorbeischaue. So sollten auch wir nicht an der Leid und Not der Anderen vorbeischauen, erklärte der Geistliche. „Dieser Blickkontakt Gott-Mensch und Mensch-Gott hat heilende Wirkung“, sagte Pfarrer Fuchs.

Nicht nur aus dem Pastoralen Raum Hadamar, sondern auch aus den Nachbargemeinden waren Menschen gekommen, um für ihre Kranken zu beten. In den anschließenden Gesprächen bedankten sich einige für die Gelegenheit, in diesem atmosphärischen Rahmen an ihre Kranken zu denken.

Sant’Egidio ist eine internationale kirchliche Laienbewegung, die 1968 in Rom gegründet wurde. Sie ist nach der Kirche Sant’Egidio im römischen Stadtteil Trastevere benannt. Grundlage der Bewegung ist das gemeinsame Gebet. Ihr Engagement beruht auf einem Umgang mit sozial Benachteiligten, der bewusst die Freundschaft betont, die aus dem Miteinander entstehen kann.

Die Hadamarer Gruppe trifft sich jeden Sonntag um 19.15 Uhr im Anschluss an den Abendgottesdienst in der Pieta-Kapelle in der Kirche St. Johannes Nepomuk. Wer Interesse hat hier mitzumachen, ist herzlich eingeladen.
Nachricht vom 09.05.2015 www.ww-kurier.de