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Großer Schaden bei Wohnhausbrand im Zentrum von Unnau
Der Brand eines leerstehenden Wohn- und Geschäftshauses in Unnau in der Nacht zum Samstag, 2. Mai beschäftigte die Feuerwehr für viele Stunden. Immer wieder mussten aufkeimende Feuer im Dachstuhlbereich gelöscht werden. Die ersten Vermutungen am Einsatzort: Brandstiftung. Experten der Kriminalpolizei beginnen erst am Montag mit den Ermittlungen.
Immer wieder kam es zu Nachlöscharbeiten von der Drehleiter aus. Eine guterhaltene Brandmauer verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbarhaus. Fotos: Reinhard PanthelUnnau. Das Ende eines Wohn- und Geschäftshauses in der Erbacher Straße kam schneller als erwartet. Erst vor ein paar Wochen wurde der schon mehrfach leerstehende Gebäudekomplex von einem Bieter ersteigert. Die Zwangsvollstreckung stand schon länger an.

Nach Meinung von erfahrenen Feuerwehrleuten ist von Brandstiftung auszugehen. Das offizielle Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen steht noch aus. Die Kripo ermittelt ab Montag.

Als Unnau noch eine blühende Fremdenverkehrsgemeinde war, fühlten sich auch im Gasthof und Metzgerei Knoche viele Feriengäste wohl. In der Ortsmitte der Gemeinde Unnau befanden sich gleich drei Beherbergungsbetriebe in unmittelbarer Nachbarschaft. Neben dem Gasthof Goebel, der erst vor ein paar Monaten den Betrieb aufgab, gehörte der Gasthof Knoche gleich nebenan zu den beliebtesten Fremdenpensionen. Direkt gegenüber befand sich der Pionier für den Unnauer Fremdenverkehr, das Haus von Louis Weber, das später auch einige Jahre als privates Altersheim genutzt wurde.

Die Metzgerei und Gaststätte Knoche hatte nach der Aufgabe als gastronomischer Betrieb schon verschiedene Besitzer, meistens stand es allerdings leer. Erst jetzt, nach der Versteigerung und geplanter Renovierung, sollte es einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden. Ob es nochmal dazu kommt, bleibt abzuwarten. Der Sachschaden ist erheblich.

Verschiedene Freiwillige Feuerwehren aus dem Umkreis mit insgesamt drei Drehleitern bemühten sich um Brandschadensbekämpfung. Bis in die Mittagszeit überwachte auch die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bad Marienberg den Brand und löschte lange Zeit von der Drehleiter aus die immer wieder neu aufkeimenden Feuer im Dachstuhlbereich.

Dank einer intakten Brandmauer konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angebaute Nachbarhaus verhindert werden. Nach Meinung der Feuerwehrleute ist das Gebäude ersten Einschätzungen zufolge einsturzgefährdet. Deshalb wird der stark beschädigte Gebäudekomplex von der Polizei abgesperrt, damit am Montag die Kripo ihre Arbeit aufnehmen kann. (repa)
       
Nachricht vom 02.05.2015 www.ww-kurier.de