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Schnelles Internet in Wallmerod
Die Verbandsgemeinde Wallmerod ist mit führend in Rheinland-Pfalz wenn es um die Abdeckung in Sachen „Schnelles Internet“ geht. Dieses Fazit zog vom Breitband Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz Hans-Jürgen Schneider im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde.
Informationsveranstaltung in Wallmerod zu schnellem Internet. Fotos: Klaus Dieter Häring.Wallmerod. Eingeladen hatte Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder zum Thema „Schnelles Internet für alle in der Verbandsgemeinde Wallmerod“, nachdem vor eineinhalb Jahren im Verbandsgemeinderat eine entsprechende Anfrage zur Situation vor Ort zu diesem Thema gab. Nun lud man sich kompetente Gesprächspartner der für die Verbandsgemeinde führenden Anbieter in Sachen schnelles Internet ein.

Den Anfang machte Manfred Jackel, der als Fachmann das Thema „Schnelles Internet“ erläuterte. Seinen Ausführungen nach gäbe es für den Bereich der Verbandsgemeinde sechs Techniken schnelles Internet anzubieten. Eine Möglichkeit ist über das Telefon(kupfer)kabel mit einer Leistung bis 100/40 Mbit, eine weitere über das Breitbandkabel mit bis zu 100/8 Mbit, über Mobilfunk mit der ganz modernen Möglichkeit LTE mit bis zu 150/6 Mbit, über Glasfaserkabel mit 100 Mbit und bis hin zu 40 Gbit, über Richtfunk mit einem 1 Gbit und am Ende noch den Satelliten. Manfred Jackel gab dazu noch Adressen weiter, bei denen sich Interessenten über die Verfügbarkeit vor Ort über schnelles Internet informieren können. Dies sind Anbieterübergreifend www.zukunft-breitband.de, www.chekc24.de/dsl, www.check24/lte und für Anbieter aus der Region www.kevag-telekom.de, www.telekom.de und www.einsundeins.de.

Weiter detaillierte er noch die Frage „Wofür schnelles Internet?“. Wichtig sei schnelles Internet für die Kommunikation bei Internet-Telefonie, Telefonkonferenzen, Messengen (Foto, Ton, Video, Dokumente); bei Internet-basierten Diensten wie Cloud-Datenspeicher wie Dropbox, Telekom-Cloud oder Google drive, bei Microsoft Onedrive oder -was immer mehr angeboten wird- bei Internetbasierter Software. Neben all diesen Angeboten sei es wichtig, schnelles Internet für die Industrie, für den Internethandel im Groß- und Einzelhandel zur Verfügung zu stellen oder aber auch für die Telearbeit (Home-Office).

Als erster Anbieter kam die Deutsche Telekom durch Winfried Moser zu Wort, der für zwei Gemeinden der Verbandsgemeinde, Niederahr und Oberahr, schnelles Internet anbieten kann. Dies hängt mit dem Ausbau des Breitbandkabels in der Verbandsgemeinde Montabaur zusammen und beide Gemeinden, Niederahr und Oberahr, befinden sich im Telefonvorwahlbereich von Montabaur. Die Verbandsgemeinde Wallmerod ist nun durch die Telekom in vier Netzknoten, Staudt, Freilingen, Herschbach und Wallmerod, unterteilt die aber vor 2017 nicht mit dem schnellen Internet ausgestattet werden, da die Firmenphilosophie den Ausbau nur in Gebieten vorsieht, in denen ein finanzieller Erfolg erwartet werden kann. „Dies erwarten die Aktionäre“. Da in der Verbandsgemeinde große Investitionen durch den Aufbau des Gebietes mit Glasfaser in den nächsten Jahren nicht anstehen, wird es durch die Telekom erst einmal kein schnelles Internet vor 2017 geben. Und auch für die Zeit danach konnte Winfried Moser noch keine Zusage machen.

Ganz anders dagegen Christof Furch von Kevag-Telekom. Die KEVAG Telekom (KTK) ist ein führender regionaler Telekommunikationsanbieter mit Sitz in Koblenz am Rhein. Die KTK verfügt über hunderte Kilometer an eigener Glasfaser, Richtfunkstrecken, Kupferleitungen und Kabel-TV-Leitungen im Großraum Koblenz. Mit Kabel-Online hat die KTK in der Region eine nahezu flächendeckende Breitbandanbindung geschaffen. Durch Investitionen auf der Basis der Energienetze und durch weitere Ausbaumaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Kreisen konnten zahlreiche „weiße Flecken“ erschlossen werden. Das bestehende Netz wird nicht nur kontinuierlich gepflegt, sondern immer wieder dem aktuellen technologischen Fortschritt angepasst. Derzeit angeschlossen sind Ettingshausen, Oberahr, Niederahr, Meudt, Weroth, Hundsangen, Dreikirchen, Steinefrenz, Obererbach. Bis Juni dieses Jahres kommen dazu Hahn am See, Elbingen, Mähren, Herschbach, Salz, Zehnhausen, Wallmerod. Berod, Bilkheim und Molsberg. Als letzte Gemeinden können dann in diesem Jahr Arnshöfen und Kuhnhöfen auf das Angebot von 100 Mbit zurückgreifen, wenn sie denn Kunde bei Kevag-Telekom sind. kdh
 
Nachricht vom 21.04.2015 www.ww-kurier.de