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Nachricht vom 17.08.2014
Region
Wahlkreiserde für den Reichstag
Mit ihrer ersten Besuchergruppe traten auch zwei Eimer gesammelte Erde aus dem Wahlkreis 205 Montabaur die Reise in die Hauptstadt an. Die neuen Abgeordneten sind eingeladen, sich an der im Jahr 2000 eröffneten Kunstinstallation „Der Bevölkerung“ von Hans Haacke, die als letztes der Kunst-am-Bau-Projekte für das Reichstagsgebäude eingebracht wurde, zu beteiligen.
Gabi Weber
Fotos: privatHachenburg. Da ließ sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Gabi Weber nicht zwei Mal bitten und hat zwei Eimer Erde im Wahlkreis eingesammelt um sie dieser Installation beizufügen. „Da sich die vorherigen Abgeordneten Rudolf Scharping und Joachim Hörster nicht an diesem Projekt beteiligt haben, kommt somit erstmals Erde aus dem Westerwald und dem Rhein-Lahn-Kreis nach Berlin und wird Teil des Kunstwerks“, erläuterte MdB Gabi Weber anlässlich des Termins im Innenhof des Reichstagsgebäudes, in dem die Installation steht. „Ich freue mich, dass meine Besuchergruppe aus Jusos, der Gleichstellungsbeauftragten von Westerwaldkreis und Verbandsgemeinden sowie den Frauen des Westerburger Beginenhofs mir die Erde mitgebracht, und mich bei dieser Aktion in den Reichstag begleitet hat“, meinte die SPD-Abgeordnete weiter. „Zukünftig schaue ich immer mal wieder beim Kunstwerk vorbei und warte gespannt, welche Samen sich in der Erde befinden und was auf dem kleinen Fleckchen Heimat im Berliner Reichstag wächst“, sagte Gabi Weber abschließend.

Auf Einladung des Kunstbeirates des Deutschen Bundestages hatte der Künstler Hans Haacke für den nördlichen Innenhof einen Entwurf entwickelt, der vorsah, in diesem Innenhof eine große, von Holzbohlen eingefasste Fläche anzulegen. Die Abgeordneten wurden eingeladen, auf dieser Fläche Erde aus ihren Wahlkreisen auszustreuen. Der Künstler schlug vor, in der Mitte des gärtnerisch nicht betreuten, frei wuchernden Biotops die Inschrift „DER BEVÖLKERUNG“ in Neonlichtbuchstaben leuchten zu lassen, diese geformt in derselben von Peter Behrens entworfenen Schrifttype wie die Buchstaben der zentralen Giebelinschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ aus dem Jahre 1916.

 
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