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Westerwälder Breitbandtag zeigt Bedarf für schnelles Internet
Der Arbeitskreis „Internet & Netzpolitik“ von Bündnis´90/Die Grünen Kreisverband Westerwald hatte jüngst zum ersten „Westerwälder Breitbandtag“ in den Kreistagssaal in Montabaur eingeladen. In der Podiumsdiskussion diskutieren Vertreter aus Politik und Wirtschaft über den Stand der schnellen Internetversorgung im Westerwald.
Montabaur. Neben Vertretern von Kevag Telekom und der Telekom waren auch Michael Arnold vom DIW ECON aus Berlin sowie Pia Schellhammer, netzpolitische Sprecherin Bündnis´90/Die Grünen im Landtag Rheinland-Pfalz und Tabea Rößner als netzpolitische Sprecherin Bündnis´90/Die Grünen nach Montabaur gekommen, um über den Ausbau des schnellen Breitbandinternets im ländlichen Raum zu diskutieren.
Die Versorgung von Regionen mit schnellem Breitband-Internet ist heutzutage unerlässlich. Natürlich spielen wirtschaftliche Gründe dabei eine wichtige Rolle und schnelle Internetanschlüsse bringen Standortvorteile, sorgen für Firmenansiedlungen und damit auch neue Arbeitsplätze.
Doch auch die gesellschaftlichen Auswirkungen von Breitbandinternet sind vielfältig gestreut. Das Thema demographischer Wandel wird in den nächsten Jahren gerade auf dem Land eine große Rolle spielen. Welche jungen Familien ziehen aufs Land, wenn es kein schnelles Internet gibt? Gleiches gilt auch für Schulen und Bildungseinrichtungen, in denen Hausaufgaben und Arbeitsaufträge immer häufiger online erledigt werden. Und in Regionen mit kaum existierendem ÖPNV stellt das Internet auch eine Lösung für soziale Kontakte dar.
Zwar gibt es im Westerwaldkreis schon an vielen Orten schnelle Internetanschlüsse, die von lokalen Anbietern und den großen TK-Unternehmen betrieben werden, aber dennoch bleibt die Forderung von Bündnis 90 / Die Grünen bestehen, den flächendeckenden Ausbau schneller voranzutreiben und die „weißen Flecken“ auf der digitalen Breitbandkarte zu schließen. Wünschenswert ist es in diesem Zusammenhang, Breitbandanschlüsse als Universaldienst zu definieren, auf den BürgerInnen den gleichen Anspruch hätten, wie auf Strom- und Wasser-Anschlüsse.

Weitere Infos zu der Veranstaltung unter www.gruene-ww.de

Nachricht vom 30.11.2013 www.ww-kurier.de