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Pressemitteilung vom 06.11.2026
Region
Neuer Chefarzt für die Neurologie im Evangelischen Klinikum Westerwald in Selters
Dr. med. Ahmad Jowaed hat die Leitung der Neurologie im Evangelischen Klinikum Westerwald (EKW) am Standort Selters übernommen. Der neue Chefarzt wechselte von Norddeutschland nach Rheinland-Pfalz und bringt langjährige Erfahrung aus der neurologischen Maximalversorgung mit.
Dr. Ahmad Jowaed, Chefarzt Neurologie (Fotos: Anja Nassen/Evangelisches Klinikum Westerwald gGmbH)Selters. In seiner neuen Funktion ist es sein Ziel, die neurologische Versorgung durch moderne Diagnostik und spezialisierte Therapien weiterzuentwickeln. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf eine möglichst durchgängige Behandlung von der Akutversorgung von der Erweiterung der Schlaganfallversorgung, über die differenzierte Diagnostik bis hin zur deutliche Fortentwicklung der neurologischen Frührehabilitation.

Leistungsfähige Neurologie für die regionale Gesundheitsversorgung
Die Verantwortlichen des Klinikums unterstreichen die Bedeutung einer leistungsfähigen Neurologie für die regionale Gesundheitsversorgung und sehen in der Neubesetzung der Chefarztposition einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Fachbereichs. "Mit Dr. Jowaed gewinnen wir einen Chefarzt, der die Voraussetzungen für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Neurologie am Standort Selters mitbringt. Durch seine große Erfahrung in der allgemeinen Akutversorgung, seiner ausgewiesenen Expertise in der wichtigen Schlaganfallversorgung mit profunden Kenntnissen und in der Führung und Schaffung neurologischer Frührehabilitation wie der ambulanten neurologischen Versorgung ergeben sich drei zentrale Säulen, um unser neurologisches Angebot gezielt an den Bedürfnissen der Patienten in der Region auszurichten und weiter auszubauen," sagen Rolf-Peter Leonhardt, Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikums und Guido Wernert, Sprecher der EKW-Geschäftsführung.

Breites neurologisches Leistungsspektrum
Die Neurologie am EKW-Standort Selters verfügt über 52 stationäre Betten. Darin enthalten sind die Betten zur Schlaganfallversorgung, gefasst in der mehrfach zertifizierten Stroke-Unit-Einheit, sowie der Bereich zur neurologischen Frührehabilitation. Im räumlich eng angebundenen Praxiszentrum werden darüber hinaus 2,5 kassenärztliche neurologische Sitze ambulant in idealer Ergänzung betrieben.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist dabei die genannte zertifizierte Stroke-Unit-Einheit mit sechs Betten, auf der Patienten mit akutem Schlaganfall spezialisiert behandelt und engmaschig überwacht werden. Moderne diagnostische Verfahren ermöglichen zudem die gezielte Abklärung vielfältiger Erkrankungen des Gehirns, der Nerven und der Muskulatur.

Mit seiner langjährigen Erfahrung in der neurologischen Akutversorgung und der Behandlung komplexer Krankheitsbilder bringt Dr. Jowaed beste Voraussetzungen für die Leitung der neurologischen Abteilung mit. Zuvor war er elf Jahre an einem überregionalen Zentrum der neurologischen Maximalversorgung in Norddeutschland tätig. Dort leitete er zunächst eine überregionale Stroke-Unit mit angeschlossenem Schlaganfallnetzwerk, bevor er acht Jahre lang als leitender Oberarzt und stellvertretender Chefarzt Verantwortung übernahm. Darüber hinaus leitete er spezialisierte ambulante neurologische Sprechstunden.

Die medizinischen Schwerpunkte des neuen EKW-Chefarztes umfassen die Schlaganfall- und neurologische Intensivmedizin sowie die Diagnostik und Behandlung eines breiten Spektrums neurologischer Erkrankungen, insbesondere Bewegungsstörungen, neurodegenerative Erkrankungen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Migräne und Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Zu der umfassenden diagnostischen und therapeutischen Expertise von Dr. Jowaed zählen moderne Immun- und Antikörpertherapien, Botulinumtoxin-Behandlungen, innovative ultraschallgestützte Verfahren sowie die klinische Neurophysiologie und Neurosonologie einschließlich der Nerven- und Hirnstammsonographie.

Akutversorgung und Frührehabilitation sinnvoll verbinden
Ein besonderes Anliegen von Dr. Jowaed ist die Weiterentwicklung der neurologischen Frührehabilitation der Phase B, die er seit seinem Eintritt mit großem Engagement vorantreibt. Sie richtet sich an schwer erkrankte Menschen, die nach der Akutbehandlung weiterhin intensive medizinische, pflegerische und therapeutische Unterstützung benötigen. Die Frührehabilitation ergänzt die Akutversorgung und schafft eine wichtige Verbindung zur weiterführenden Rehabilitation. Ziel ist es, Patienten frühzeitig zu fördern, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und ihre individuellen Rehabilitationsmöglichkeiten bestmöglich zu unterstützen.

"Einen ersten konkreten Schritt zur Stärkung der Frührehabilitation haben wir bereits umgesetzt und einen zusätzlichen Bereich für die neurologische Frührehabilitation eingerichtet," erklärt Wernert. Dr. Jowaed ergänzt: "Mir ist wichtig, unsere Patienten über die akute Krankheitsphase hinaus im Blick zu behalten. Gerade nach einem schweren Schlaganfall oder einer anderen gravierenden neurologischen Erkrankung kommt es darauf an, die Behandlung und Förderung konsequent fortzusetzen. Gemeinsam mit unserem Team werde ich neue medizinische Impulse setzen und moderne Behandlungskonzepte im Westerwald etablieren. Mein Ziel ist, dass Menschen mit neurologischen Erkrankungen auch bei komplexen Krankheitsbildern eine ebenso hochqualifizierte wie wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen, von der Akutmedizin über die Rehabilitation bis zur spezialisierten ambulanten Therapie." Um die stationäre und ambulante Versorgung noch enger miteinander zu verzahnen, wird Dr. Jowaed neben den bereits etablierten neurologischen Kollegen auch ambulant in dem klinikeigenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) tätig sein.

Und auch privat ist Dr. Jowaed im Westerwald angekommen: Gemeinsam mit seiner Frau, einer gebürtigen Kölnerin, und den beiden Kindern lebt er nun in der Region und die Familie freut sich, dass Köln von hier aus wieder näher gerückt ist. Das sorgt nicht nur für kurze Wege in Richtung Domstadt, sondern auch für ein gutes Stück Heimatgefühl. Den Ausgleich zu seinem anspruchsvollen Berufsalltag findet Dr. Jowaed in seinen vielfältigen Interessen: Er begeistert sich für Geschichte und Sport, vor allem aber für Musik. Er spielt ein Saiteninstrument und komponiert eigene Stücke. Wie Dr. Jowaed sagt, bietet ihm die Musik und die Komposition einen kreativen Gegenpol zur Medizin, für ihn sei das eine hervorragende Möglichkeit, abseits des Klinikalltags neue Ideen zu entwickeln und den Kopf freizubekommen. (PM)
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