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Nachricht vom 02.11.2026
Rheinland-Pfalz
Wildverbiss in Rheinland-Pfalz: Steigende Kosten für den Forstschutz
Der Einfluss von Reh-, Rot- und Muffelwild auf die Wälder in Rheinland-Pfalz wird zunehmend spürbar. Die Schäden durch Verbiss und Schälen von Bäumen führen zu erheblichen finanziellen Belastungen für die Waldbesitzer.
Schäden in den Wäldern durch Wildverbiss. Foto: Jörg Halisch/dpaMainz. In den Wäldern von Rheinland-Pfalz sind insbesondere Eichen, Buchen und Tannen stark von Verbissschäden betroffen. Laut Forstministerin Christine Schneider (CDU) sind die Ausgaben für Schutzmaßnahmen im Staatswald im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Der Wildverbiss wird hauptsächlich durch Reh-, Rot- und Muffelwild verursacht, das sich von Knospen und Rinden ernährt. Wiederholtes Abfressen kann dazu führen, dass Pflanzen nicht ihre volle Höhe erreichen oder absterben, so Landesforsten.

Besonders Rotwild kann großen Schaden anrichten, indem es nicht nur junge Pflanzen verbeißt, sondern auch ältere Bäume durch das Abschälen ihrer Rinde erheblich im Wert mindert. Diese Verletzungen machen die Bäume anfällig für Pilze und Bakterien und beeinträchtigen ihr Wachstum und ihre Vitalität.

Im Jahr 2025 wurden rund 1,43 Millionen Euro zur Verhütung von Verbiss- und Schälschäden ausgegeben - etwa 370.000 Euro mehr als im Vorjahr, erklärte die Forstministerin auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Bis Anfang Oktober dieses Jahres beliefen sich die Ausgaben auf knapp 527.000 Euro. Die Erhebung der Schäden erfolgt landesweit durch die zuständigen Forstämter in einem Turnus von drei bis fünf Jahren, abhängig vom Gefährdungsgrad des waldbaulichen Betriebsziels. (dpa/bearbeitet durch Red)

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