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| Nachricht vom 31.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Halloween-Alarm: Wenn Gruselvideos im Netz zur Gefahr werden |
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| An Halloween sind Schreckmomente und gruselige Figuren für viele Menschen ein fester Bestandteil. Doch in sozialen Netzwerken können insbesondere Kinder und Jugendliche auf verstörende Inhalte stoßen, die unangekündigt erscheinen. Experten aus Rheinland-Pfalz geben Ratschläge, wann Eltern genauer hinsehen sollten und wie sie ihre Kinder unterstützen können. |
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Koblenz. Zu den typischen Halloween-Traditionen gehören Monster und Geister, doch auf Plattformen wie TikTok begegnen Nutzer manchmal unerwartet sogenannten Jumpscares - plötzlichen Schreckbildern, die das Herz schneller schlagen lassen. Lea Wickord vom Institut für Psychologie der Universität Koblenz erläutert, dass solche Überraschungen besonders Kinder belasten können, da ihnen Kontext und Vorwarnung fehlen. Martin Bregenzer von klicksafe bestätigt, dass es ein normaler Teil der Entwicklung ist, sich Ängsten auszusetzen, jedoch problematisch wird es bei drastischen Darstellungen.
Kinder reagieren je nach Alter und Empfindlichkeit unterschiedlich auf Gruselvideos. Jüngere Kinder bis zum Grundschulalter haben Schwierigkeiten, Fiktion von Realität zu unterscheiden, während ältere Kinder vor realistisch wirkenden Videos Angst haben könnten. Auch Kinder mit belastenden Vorerfahrungen oder in unsicheren Lebensphasen sind anfälliger.
Gruselvideos können auch positive Effekte haben, wenn die Angst freiwillig und in einem sicheren Rahmen erlebt wird, erklärt Wickord. Wiederholtes Erleben solcher Situationen kann helfen, Emotionen besser zu bewältigen. Allerdings sollte vermieden werden, dass Kinder ungefragt immer wieder ähnliche Videos sehen.
Eltern sollten aufmerksam werden, wenn die Angst über Wochen anhält oder den Alltag des Kindes einschränkt. Anzeichen sind beispielsweise wiederkehrende Albträume oder das Meiden bestimmter Orte. Wichtig ist, die Angst ernst zu nehmen und gemeinsam mit dem Kind Lösungen zu finden, wie etwa Nähe oder Ablenkung.
Vorbeugend empfehlen Experten eine altersgerechte Nutzung von Internetdiensten. Bei TikTok ist ein Account erst ab 13 Jahren erlaubt. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen, wie soziale Netzwerke funktionieren und dass manche Inhalte gezielt Angst erzeugen sollen.
Kinder und Jugendliche, die auf verstörende Videos stoßen, sollten diese nicht weiterleiten, sondern stattdessen bei den Plattformen melden. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz rät, bedrohliche Inhalte ernst zu nehmen, aber nicht durch Likes oder Kommentare weiterzuverbreiten. Bei konkreten Drohungen sollte die Polizei informiert werden. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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