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| Pressemitteilung vom 28.10.2026 |
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| Wirtschaft |
| Trinkwasser im Westerwald: SGD-Nord-Präsident besucht Stollen Alexandria |
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| Mehr als 50.000 Menschen im Westerwald beziehen ihr Trinkwasser aus dem Stollen Alexandria. Bei einem Antrittsbesuch informierte sich der neue Präsident der SGD Nord über die Technik der Anlage, laufende Investitionen und die Zukunft des regionalen Wasserschutzes. |
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Bad Marienberg. Der neue Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Joachim Rodenkirch, hat im Rahmen seines Antrittsbesuchs bei Bürgermeister Marvin Kraus die zentrale Trinkwasseranlage im Westerwaldkreis besichtigt. Zusammen mit Werkleiterin Sabine Schlosser und Wassermeister Arnd Lange verschaffte er sich einen Überblick über das verzweigte Stollensystem und die Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung.
Versorgung von über 50.000 Menschen
Aus dem ehemaligen Braunkohlebergwerk Alexandria werden pro Jahr rund 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert. Etwa 700.000 Kubikmeter davon fließen in die Verbandsgemeinde Bad Marienberg. Weitere rund 500.000 Kubikmeter sichern die Versorgung in der Verbandsgemeinde Westerburg sowie in Teilen der Verbandsgemeinden Selters und Wallmerod. Damit stellt das Stollensystem die größte Trinkwasserversorgung im geografischen Westerwald dar. Eine vergleichbare Anlage existiert in Rheinland-Pfalz nicht.
Laufende Modernisierung der Infrastruktur
Die Verbandsgemeindewerke investieren kontinuierlich in die Versorgungssicherheit, unterstützt durch den Werkausschuss und den Verbandsgemeinderat. In diesem Jahr erfolgten Anpassungen an der Netzwerktechnik sowie an den Elektroinstallationen der Wasseraufbereitung. Das fast 300 Kilometer umfassende Verbundleitungsnetz wird gemeinsam mit den Ortsgemeinden instand gehalten. Zudem wurden fast alle Hochbehälter im Gebiet der Verbandsgemeinde Bad Marienberg modernisiert.
Werkleiterin Sabine Schlosser und Wassermeister Arnd Lange betonten die Verantwortung des Betriebs, da Wasser das wichtigste Lebensmittel darstelle. Die dauerhafte Versorgung über ein stabiles und bezahlbares System habe höchste Priorität. Bürgermeister Marvin Kraus unterstrich den wirtschaftlichen Stellenwert, da verlässliches Trinkwasser zu tragbaren Preisen für Bürger und ansässige Betriebe gleichermaßen unverzichtbar sei. Um die Tarife für Wasser und Abwasser stabil zu halten, prüfen die Werke laut Schlosser derzeit zusätzlich Möglichkeiten zur eigenen Stromerzeugung.
Rechtliche Lage und künftige Zusammenarbeit
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens betraf den Wasserschutz vor Ort. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hatte die bisherige Wasserschutzverordnung nach einem Normenkontrollantrag der betroffenen Ortsgemeinden für unwirksam erklärt. Kraus betonte, dass der Schutz des Wassers wichtig sei, eine Neuregelung die Bürger jedoch einbinden und maßvoll bleiben müsse.
Rodenkirch zeigte sich von der Anlage an der "Alex" und der Arbeit der Verantwortlichen beeindruckt. Er stellte fest, dass die Verbandsgemeindewerke in Bad Marienberg eine tolle Arbeit leisteten. Unter dem Leitgedanken, dass krisensichere Wasserresilienz unbezahlbar sei, hob er den Wert einer verlässlichen Versorgung hervor und kündigte an, dass die SGD Nord und die Verbandsgemeindewerke auch künftig eng zusammenarbeiten werden. (PM/bearbeitet durch Red) |
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