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Nachricht vom 25.10.2026
Rheinland-Pfalz
Heizen mit Holz in Rheinland-Pfalz: Was kostet die Wärme?
Mit den sinkenden Temperaturen beginnt in Rheinland-Pfalz die Heizsaison. Doch was müssen Verbraucher für Brennholz und Pellets zahlen, und wie können sie sich vor betrügerischen Online-Angeboten schützen? Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die aktuelle Preislage und wichtige Hinweise.
Brennholzpreise steigen. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)Mainz. In Rheinland-Pfalz ist der Herbst eingekehrt, und vielerorts sinken die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt. Die Zeit, um Kamin oder Ofen mit Holzscheiten oder Pellets zu befüllen, hat begonnen. Dabei sollten Käufer wissen, wo sie ihr Brennmaterial erwerben und auf welche Details es ankommt. Besonders lohnenswert kann ein Blick auf Angebote aus der unmittelbaren Umgebung sein, da kein anderes Bundesland einen so hohen Anteil an Körperschaftswäldern hat wie Rheinland-Pfalz. Städte und Gemeinden besitzen etwa 46 Prozent des Waldes, von Pfälzerwald bis Westerwald. Die Preise für Brennholz aus kommunalem Besitz werden von den Gemeinderäten festgelegt, wobei Einwohner oft bevorzugt bedient werden und die Mengen pro Haushalt begrenzt sind.

Kalte Nächte, warme Stube - und die Rechnung
Stichproben zeigen eine stabile Preislage. In Morbach im Hunsrück, das 3.000 Hektar Wald bewirtschaftet, zahlen Käufer aktuell mindestens 45 Euro pro Raummeter für Buchen- und Eichenholz. Andere Laubhölzer wie Birke und Ahorn kosten mindestens 33 Euro pro Raummeter. Das Holz wird versteigert und muss selbst verarbeitet werden, wobei Motorsägenschein und Schutzkleidung Pflicht sind. "Aktuell sieht die Beschlussvorlage für die nächste Gremiensitzung keine Preissteigerung vor", so ein Sprecher aus Morbach.

In Ingelheim, rund 100 Kilometer östlich, beträgt der Preis für einen Festmeter Laubholz ohne Zwischenräume 75 Euro. Nadelbrennholz wird dort für 57 Euro pro Festmeter angeboten. Beide Kommunen berichten von stabilen Preisen im Vergleich zu den Vorjahren.

Holz aus staatlichem Wald
Die Mindestpreise für Holz aus Landeswäldern sind teilweise gestiegen. Laut Landesforsten Rheinland-Pfalz kosten Buche und andere weiße Hartlaubhölzer nun mindestens 75 Euro pro Festmeter, zwei Euro mehr als zuvor. Der Preis für Eiche und andere Hartlaubhölzer sank leicht auf mindestens 68 Euro, während Weichlaubhölzer und Nadelhölzer bei mindestens 50 Euro liegen. Diese Anpassungen basieren auf dem regionalen Energieholzpreisniveau und einer stabilen Marktlage.

Holzpellets bundesweit teurer, lokal Unterschiede
Während Brennholzpreise stabil bleiben, sind Holzpellets deutlich teurer geworden. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) berichtet von einem Anstieg um 111 Euro auf etwa 425 Euro pro Tonne im September. Verantwortlich sind unter anderem die Baukonjunktur und steigende Personal- und Energiekosten. In Rheinland-Pfalz sind die Preise uneinheitlich, da lokale Faktoren wie Witterung und Nachfrage den Markt beeinflussen.

Warnung vor Betrug
Der Branchenverband empfiehlt Verbrauchern, Pellets im Sommer zu kaufen, da sie dann meist günstiger und leichter lieferbar sind. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor gefälschten Online-Shops beim Kauf von Brennholz und Pellets. Kunden sollten mehrere Angebote vergleichen und bei verdächtig günstigen Preisen misstrauisch werden. Warnsignale sind auffällige Internetadressen, Rechtschreibfehler und unvollständige Impressen. Seriöse Händler bieten verschiedene Zahlungswege an, während Vorkasse-Forderungen oft ein Warnsignal darstellen. Wer rechtzeitig vergleicht und vorsichtig bleibt, kann der kalten Jahreszeit gelassener entgegensehen. Am Ende zählen nicht nur der Preis, sondern auch Qualität, Lieferbedingungen und Anbieter. (dpa/bearbeitet durch Red)
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