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Nachricht vom 24.10.2026
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Nicole nörgelt...über KI außer Kontrolle
Da haben wir nun den Salat. Die hochgelobte Künstliche Intelligenz, die ja grundsätzlich kein denkendes Wesen ist, sondern aus programmierten Algorithmen besteht, wendet sich gegen ihre Herren. Ein wenig vergleichbar mit der Situation aus Goethes "Zauberlehrling", als der Lehrling bei der Rückkehr seines Meisters ruft: "Herr, die Not ist groß. Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los."
(Symbolfoto)KOLUMNE! Ähnlich wie der Zauberlehrling in Goethes Meisterwerk bedient sich aktuell jeder der vermeintlichen Künstlichen Intelligenz, auch die Menschen, die den Hintergrund dahinter gar nicht verstehen. Da das wohl leider die Mehrheit der Nutzer ist, birgt das Ganze eine nicht zu vernachlässigende Gefahr.

Bequemlichkeit nicht ohne Gefahr
Selbstverständlich sind ChatGPT und seine Kollegen bequeme Hilfsmittel. Warum soll man Hausaufgaben selbst lösen, Hausarbeiten und Präsentationen für den Arbeitgeber mühsam selbst ausarbeiten oder im Alltag seinen Kopf anstrengen, wenn doch alles auf Knopfdruck geliefert wird? Gegen einen kleinen Aufpreis beim Premium- oder Plus-Abo sogar noch in der bebilderten Hochglanz-Version. Es gibt doch nichts Einfacheres, als die vom Chef verlangte Präsentation im Home-Office eben mal mit KI erstellen zu lassen und dabei neunzig Prozent der Zeit einzusparen. Zeit, die man dann für angenehme andere Tätigkeiten nutzen kann. Einen Pferdefuß hat das Ganze allerdings doch – ein Programm kann nun einmal nicht selbständig denken und folgt lediglich den programmierten Algorithmen. Das heißt, wer nicht weiß, worüber er schreibt, übersieht auch vom Programm gemachte Fehler. Und wenn ein Programm die Hausaufgaben macht, haben sie ihren Zweck nicht erfüllt, denn ihre ursprüngliche Aufgabe ist und bleibt das Vertiefen des Stoffes, den man lernen soll. Mag altmodisch klingen, aber hat schon durchaus seine Berechtigung. Denn es gibt Situationen im Leben, da muss man schnelle und eigenständige Entscheidungen treffen, ohne vielleicht die KI zur Verfügung zu haben oder die Zeit zu haben, sie zu befragen. Macht also schon Sinn, auch noch ein bisschen was selbst zu wissen.

Knopfdruck statt selbst denken
Waren wir Deutschen so lange Zeit das Volk der Dichter, Denker und Ingenieure, so drängt sich einem inzwischen mehr und mehr der Verdacht auf, dass die Menschen nichts mehr können, als nur Schlagworte in Programme zu schreiben und zu warten, dass das Programm das Ergebnis liefert. Aber was passiert, wenn das Programm nicht das macht, was wir uns erwartet haben? Oder wenn die Technik versagt? Oder wenn, wie in letzter Zeit durchaus vorgekommen, die KI-Programme sich gegen ihre Nutzer wenden und durch Sicherheitslücken in den Systemen durchaus respektable Schäden anrichten? Und wir mit dem Alltag nicht mehr zurechtkommen, weil wir uns nur noch auf die Technik verlassen haben? Dann ist die Not groß und wir sind wieder beim Hilferuf unseres Zauberlehrlings aus dem 18. Jahrhundert und bei der Frage, ob wir alles tun sollten, nur weil wir es können.

Wahrheit oder Fake
Immer öfter kommt es vor, dass insbesondere in den sozialen Medien Nachrichten und Bilder auftauchen, bei denen sich Wahrheit und Lüge so gut wie nicht mehr unterscheiden lassen. Besonders jüngere und unerfahrene Leser sitzen solchen Betrügereien schnell auf und dabei entsteht für Politik und Wirtschaft ein immenser Schaden.

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker und bestimmt auch nicht gegen den Fortschritt, aber ich bin ein absoluter Verfechter davon, Dinge mit gesundem Menschenverstand zu betrachten. Und sich nur auf die Technik zu verlassen, ist bestimmt nicht die allerbeste Idee. Die Technik ist ein sehr gutes Hilfsmittel im Alltag, aber über ihr sollte immer noch der Mensch und seine Intelligenz stehen. Denn sonst könnte das Ganze schnell außer Kontrolle geraten.

In diesem Sinne, liebe Leser, nutzen Sie die technischen Hilfsmittel, die Ihnen zur Verfügung stehen, aber betrachten Sie das Ganze mit Ihrem gesunden Menschenverstand.

Ihre Nicole

Definition einer Kolumne
Als Kolumne wird ein kurzer journalistischer Text bezeichnet, in dem sich der Autor mit aktuellen Nachrichten auf satirische Art und Weise auseinandersetzt. Die Themen einer Kolumne können sowohl gesellschaftlich wichtig als auch witzig oder kurios sein.
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