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| Nachricht vom 24.10.2026 |
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| Kultur |
| Vielfalt der Kunst: Kunstkreis '75 Engers stellt im Alten Rathaus Engers aus |
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| Bei der Vernissage der diesjährigen Kunstausstellung des Kunstkreises `75 Engers am Freitag, dem 23. Oktober, freute sich Günter Krummeich, im Namen der Künstlergruppe zahlreiche Kunstfreunde und den Schirmherrn, Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, begrüßen zu können. Das historische Gebäude bietet ein ideales Ambiente für vielfältige zeitgenössische Kunstarbeiten. |
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Neuwied-Engers. Einig äußerte sich froh und dankbar über das ehrenamtliche Engagement der Künstler, die jedes Jahr die Neuwieder Kunstszene bereichern. Zum 51. Mal findet die Ausstellung statt, zuweilen in anderen Räumlichkeiten. In der jetzigen Zeit mit viel Dunkelheit freue er sich über kleine Auszeiten. Der Oberbürgermeister lobte die außergewöhnliche Vielfalt der Kunstwerke und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass so manches Kunstwerk den Besitzer wechseln möge. Das Gitarrenduo „mit eigener Note“ Frank und Klaus Krumscheid begleitete die Vernissage mit gefühlvoller Musik.
Die Wände im Alten Rathaus Engers von 1642 sind gefüllt mit vielfältigen Kunstwerken in traditionellen und modernen Techniken und Motiven. Auf einigen Tischen wird Kunsthandwerk präsentiert: Im Obergeschoss steht eine Kollektion fein bemaltes Porzellan. Porzellanmalerin von Ute Henne konnte wieder mit einer Vase einen Preis erringen. Ein rechteckiges Gefäß zeigt Kandinsky-ähnliche Frauendarstellungen von vorn und hinten. Fein aufgetragene Portraits sind Hennes aktuelles Sujet.
Günter Bruchofs farbstarke, präzise gefertigte serielle Arbeiten aus unglasierter Keramik, Glas und dekorativen Perlenmosaiken unterscheiden sich sehr von Günter Krummeichs türkisfarbener Keramikschale, seiner Vogelschar und unterschiedlich großen Wohlkopfschleifen. Werner Scheidweiler, der Herr des Silbersees, hat neue Fotos seines Biotops mitgebracht sowie ausdrucksstarke Plastiken aus Holz und Stein.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Gemälden. Malermeister Sezai Dani füllt eine Wand des Sitzungssaals mit lebhaften Ölbildern, die Landschaft, Gebäude, Jahreszeitenimpressionen und Stillleben zeigen. Gastkünstlerin Helmi Tischler-Venter stellt im Obergeschoss farbintensive, mit Acrylfarben erstellte Eindrücke von Island aus: Eisberglagune, Steintrolle, Tomaten auf Vulkangestein, dazu einen Kürbis. Brigitte Jung hat einen Nebenraum mit Acrylbildern gefüllt, künstlerischen Abbildungen von Menschen, Pflanzen und Landschaften. Daneben hängen Aquarelle der Gastausstellerin Hannelore Baron mit regionalen Motiven wie „Frühling am Maar“. Als Gast beweist Dr. Uli Etgens seine Leidenschaft für lockere, intensive Zeichnungen, die vor Ort auf dem Drachenfels entstanden sind. Neuwieder Szenen hat er zusätzlich koloriert.
Im Erdgeschoss hängen Aquarelle von Lilo Jaschik und Eugenia Kozlik. Jaschik bietet sowohl kleine als auch großformatige Bilder an, sehr gegenständliche sowie abstrahierte Arbeiten in leuchtenden Farben mit eingezeichneten Elementen. Kozliks Motive „Großes Treffen“ oder „Stille Zeugen“ sind mit Aquarellfarben auf Leinwände gemalt.
Sabine Kösters benutzt Enkaustik-Technik (auch Wachsmalerei genannt), eine alte Maltechnik, bei der in heißem Wachs gebundene Farbpigmente auf einen Malgrund aufgetragen und anschließend mit einem kleinen Bügeleisen verschmolzen werden. Dabei entstehen ganz eigenwillige Strukturen.
Weiterhin ist die Ausstellung am 24. Oktober, 25. Oktober, 30. Oktober, 31. Oktober und 1. November jeweils von elf bis 18 Uhr geöffnet. Die Künstler freuen sich über regen Besuch. htv
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