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Pressemitteilung vom 22.10.2026
Region
CDA Rheinland-Pfalz fordert mehr Rücksicht auf nicht sichtbare Beeinträchtigungen
Zum Tag der nicht sichtbaren Beeinträchtigungen am 20. Oktober fordert die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Rheinland-Pfalz mehr Bewusstsein für chronische und psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt. Flexible Arbeitsbedingungen und eine Kultur des Hinsehens sollen die Teilhabe betroffener Menschen verbessern.
Symbolbild.Gebhardshain. "Du siehst doch gesund aus." Für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen kann dieser Satz verletzend sein. Häufig müssten Betroffene ihren Unterstützungsbedarf erklären, begründen oder verteidigen, teilte die CDA Rheinland-Pfalz mit.

"Niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, Unterstützung oder veränderte Rahmenbedingungen zu benötigen. Rücksicht beginnt damit, Menschen ernst zu nehmen - auch dann, wenn ihre Beeinträchtigung auf den ersten Blick nicht direkt erkennbar ist", erklärt CDA-Landesvorsitzende Jessica Weller.

Zu den nicht sichtbaren Beeinträchtigungen zählen unter anderem chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes oder Epilepsie sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen. Von außen sei häufig nicht erkennbar, welche alltäglichen Belastungen oder akuten Unterstützungsbedarfe damit verbunden seien.

Die CDA betont, dass dies die Würde und Teilhabe betroffener Menschen am regionalen Arbeitsmarkt berühre. Arbeit bedeute nicht nur Einkommen, sondern auch Anerkennung, Selbstständigkeit, Gemeinschaft und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten einzubringen. Die Arbeitswelt müsse deshalb so gestaltet sein, dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen selbstverständlich dazugehören könnten.

Mögliche Anpassungen am Arbeitsplatz seien flexible Arbeitszeiten, verlässliche zusätzliche Pausen, reizarme Arbeitsumgebungen, klare Rückzugsmöglichkeiten sowie individuelle und unbürokratische Veränderungen des Arbeitsplatzes.

"Ein Nachteilsausgleich oder besondere Rücksichtnahme sind keine Bevorzugung. Sie schaffen oft erst die zwingende Voraussetzung dafür, dass Menschen gleichberechtigt arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", betont Weller.

Der Landesverband fordert ein stärkeres Bewusstsein für nicht sichtbare Barrieren in Betrieben, Verwaltungen und im gesamten öffentlichen Leben in Rheinland-Pfalz. Für eine gelungene Inklusion brauche es nach Einschätzung der CDA eine Kultur des Hinsehens, verlässliche Ansprechpartner vor Ort und die Bereitschaft, Lösungen flexibel an den tatsächlichen Bedürfnissen der Beschäftigten auszurichten. PM/Red
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