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| Nachricht vom 17.10.2026 |
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| Region |
| Herbstmarkt in Gebhardshain verzeichnete wieder einen Besucheransturm |
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| Wer erstmalig den Herbstmarkt in Gebhardshain (auf Plattdeutsch: "Geawetzhana") besucht, wie der Autor dieses Artikels, ist sehr erstaunt, was dort auf die Beine gestellt wird. Der Herbstmarkt in Gebhardshain verfügt über eine mehr als 270-jährige Tradition und dürfte damit zu den ältesten Marktveranstaltungen im gesamten Westerwald gehören. |
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Gebhardshain. Der Herbstmarkt in Gebhardshain liegt mitten im Ortskern und ist rund um die Kirche herum angesiedelt. Der erste Eindruck ist bekanntlich der Beste und so kann festgestellt werden, dass der Markt einen eigenen Charme entfaltet und sich wohltuend von anderen Veranstaltungen dieser Art abhebt.
Der besondere Reiz des Marktes liegt in der Breite des Angebots. Dabei wird insbesondere auf Handwerksarbeiten und Arbeiten des Kunsthandwerks, sowie auf regionale Spezialitäten zum Speisen Wert gelegt. Insgesamt hatten sich rund 70 Verkaufsstände angemeldet, die im Laufe des Tages immer stärker frequentiert wurden, da sich zum Marktgeschehen auch das Wetter stabilisiert hatte. Als um 9 Uhr das Markttreiben begann, hingen noch dunkle Wolken über Gebhardshain, die recht bedrohlich wirkten, als ob sie sich über dem Ort entleeren wollten.
Freibier für alle Durstigen
Doch als um 11 Uhr der Herbstmarkt offiziell eröffnet wurde, war abzusehen, dass die Wolken sich über Gebhardshain "verdünnisierten", und sich in eine andere Richtung verzogen. Zum Fassbieranstich hatten sich Bürgermeisterin Beate Straka, Marktleiter Julian Imhäuser, Georg Nilius, Vorsitzender der Kultur- und Festgemeinschaft Gebhardshain, sowie Robin Stockschläger, Repräsentant der Hachenburger Brauerei, eingefunden. Beate Straka begrüßte die anwesenden Gäste und erwähnte voller Lob die zahlreichen Helfer, Unterstützer und Sponsoren.
Die Zuschauer konnten es kaum erwarten, das kostbare Freibier ausgeschenkt zu bekommen und hofften hinter vorgehaltener Hand, dass die Bürgermeisterin nicht all zu lange reden würde. Die Durstigen mussten sich dann aber doch etwas gedulden, da auch Georg Nilius noch einige Hinweise gab und vor allen Dingen erwähnte, dass die Kirmesjugend kurzfristig eine Tombola durchführte, zu der noch Lose vorhanden waren und schöne Preise winkten. "Vibbes", ein in Gebhardshain sehr bekannter Einwohner, hatte zum Beispiel als Preis einen zweitägigen Aufenthalt in einer Ferienwohnung gestiftet.
Marktleiter Imhäuser gelang es anschließend, mit nur zwei Schlägen, den Zapfhahn ins Bierfass zu treiben, ohne dass eine Bierfontäne die Umstehenden bespritzte.
Ein Rundgang über das Marktgelände lohnte sich
Nach dem reibungslosen Verlauf der Eröffnungszeremonie nutzen alle Beteiligten die Möglichkeit, die Verkaufsstände und die Mitmachaktionen zu bestaunen. Erstmalig war der Blutspendebus des DRK beim Herbstmarkt vor Ort und konnte sich präsentieren.
Neben den handwerklichen Kunstgegenständen war ein großes Kleidungsangebot festzustellen, das den nahenden Winter berücksichtigte, entsprechend wurden die Verkaufsstände mit wärmenden Textilien stark frequentiert. Für das leibliche Wohl sorgten die Veranstalter des Markts auf hohem lukullischem Niveau. Denn beim großen XXL-Smoker wurden Spezialitäten gegrillt, die wahre Gaumenfreuden erzeugten.
Ein Herbstmarkt ohne den Verkauf von selbstgemachten Reibekuchen der Heimatfreunde Gebhardshain ist undenkbar, da die Reibekuchen zum unbedingten "must have" gehören. Sie unterscheiden sich vollkommen von industriell hergestellten Reibekuchen durch einen raffinierten Geschmack. Krossgebraten und mit Apfelmus oder Quark garniert, fanden diese Reibekuchen reißenden Absatz.
Kinder durften beim Herbstmarkt nicht fehlen
Besonderen Wert legen die Veranstalter auch in diesem Jahr auf ein familienfreundliches Angebot, wobei die Jugendpflege Betzdorf-Gebhardshain mit verschiedenen Mitmachaktionen Kinder animierte und beschäftigte. Bei einem Kinderflohmarkt konnten Kinder und Jugendliche mit ihren Sachen handeln und versuchen, ihr Taschengeld aufzubessern.
Ab 18 Uhr veranstaltete die Kirmesjugend Gebhardshain im eigenen Zelt eine "After-Markt-Party", bei der Bescher herzlich willkommen waren, den Abschied vom diesjährigen Herbstmarkt zu "begießen". (WR) |
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