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Nachricht vom 17.10.2026
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Smart Glasses - Datenschutzrisiken im Blick
Smart Glasses bieten faszinierende technologische Möglichkeiten, bringen jedoch auch erhebliche datenschutzrechtliche Herausforderungen mit sich. Christine Steffen, Datenschutzexpertin der Verbraucherzentrale NRW, erklärt, worauf Käufer und Nutzer achten sollten.
Foto: Verbraucherzentrale NRW/adpicDüsseldorf. Smart-Glasses sind mit fortschrittlichen Funktionen wie Kameras, Mikrofonen und KI-Integration ausgestattet, die eine unauffällige Aufnahme der Umgebung ermöglichen. Diese Technologie wirft jedoch Fragen zum Schutz von Datenschutz und Privatsphäre auf. Christine Steffen von der Verbraucherzentrale NRW hebt hervor, dass Verbraucher vor dem Kauf die Funktionen eines Modells genau prüfen sollten. Besonders wichtig ist, ob Dritte erkennen können, wenn sie gefilmt werden. Ein kaum sichtbares LED-Licht kann ein Haftungsrisiko darstellen, da es die Persönlichkeitsrechte anderer verletzen könnte.

Smart-Glasses sammeln je nach Modell Bilder, Videos und Ton, wobei der Ton aus bis zu zwei Metern Entfernung erfasst werden kann. Die Geräte speichern auch Metadaten, wie den Zeitpunkt und Ort von Aufnahmen sowie Nutzungsverhalten. Diese Daten können für kommerzielle Zwecke und das Training von KI-Systemen genutzt werden. Nutzer sollten darauf achten, andere nicht unbemerkt aufzunehmen, und vor Aufnahmen um Erlaubnis bitten. An sensiblen Orten wie Saunen oder Krankenhäusern sind Aufnahmen zu vermeiden.

Die Datenschutzaufsichtsbehörden bezweifeln eine datenschutzkonforme Nutzung je nach Modell. Laut Christine Steffen liegt die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern; Hersteller müssen Geräte so gestalten, dass sie den Prinzipien "Privacy by Design" und "Privacy by Default" entsprechen. Red
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