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| Nachricht vom 16.10.2026 |
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| Region |
| Krankenhaus Limburg baut Shuntversorgung für Dialysepatienten aus |
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| Das Gefäßzentrum am Krankenhaus Limburg erweitert die Versorgung von Dialysepatientinnen und -patienten. Gefäßchirurg Mahmoud Makhlouf soll gemeinsam mit Chefärztin Dr. Patricia Schaub einen spezialisierten Shuntbereich aufbauen. |
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Limburg. Für eine regelmäßige Dialyse wird ein belastbarer Zugang zum Blutkreislauf benötigt. Dazu werden bei einem sogenannten Shunt eine Arterie und eine Vene operativ miteinander verbunden.
Der St. Vincenz Gesundheits-Verbund will die spezialisierte Versorgung für Dialysepatientinnen und -patienten ausbauen. Der neue Shuntbereich soll an das Gefäßzentrum des Krankenhauses Limburg angegliedert werden. Mahmoud Makhlouf verstärkt das Zentrum seit Kurzem und bringt Erfahrung in der Gefäß- und Shuntchirurgie mit.
In der Region um Limburg gibt es mehrere Dialysezentren. Zugleich bestehe ein hoher Bedarf an spezialisierter Shuntchirurgie in der weiteren Region, nachdem ein entsprechendes Angebot in Wiesbaden nicht mehr zur Verfügung stehe. "Wir sehen hier die Chance, eine wichtige Rolle in der Versorgung von Dialysepatientinnen und -patienten zu übernehmen und ein spezialisiertes Angebot für die Region aufzubauen", erklärt Schaub.
Zusammenarbeit mit Nephrologie und Dialyse
Am Krankenhaus Limburg sind neben dem Gefäßzentrum auch die Nephrologie und die Dialyse unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dr. Oliver Jung angesiedelt. Die Fachbereiche arbeiten bereits zusammen. Künftig sollen nephrologische Behandlung und gefäßchirurgische Planung noch enger abgestimmt werden - sowohl bei Menschen, die erstmals einen Dialysezugang benötigen, als auch bei Problemen mit einem bestehenden Shunt.
Ein weiterer Baustein ist eine spezielle Shuntsprechstunde in der Praxis für Gefäßmedizin in der WERKStadt. Sie richtet sich an Menschen mit Veränderungen oder Beschwerden am Dialysezugang sowie an Patientinnen und Patienten, bei denen eine Dialyse absehbar ist.
Ein neu angelegter AV-Shunt am Arm benötigt etwa vier bis sechs Wochen, bevor er für die Dialyse genutzt werden kann. Zu den häufigen Problemen gehören Verengungen der Shuntvene, die sich über Jahre entwickeln und die Funktion beeinträchtigen können. Abhängig vom Befund kommen engmaschige Kontrollen, interventionelle und minimalinvasive Verfahren oder eine Operation infrage.
Ambulante und stationäre Behandlung verbinden
Makhlouf ist sowohl in der Praxis für Gefäßmedizin in der "WERKStadt" als auch im Gefäßzentrum des Krankenhauses tätig. Dadurch sollen ambulante und stationäre Behandlung miteinander verbunden werden. Zwischen der Vorstellung in der Praxis und einem geplanten Operationstermin liegen nach Angaben des Gesundheits-Verbunds in der Regel etwa zwei Wochen. Bei einem akuten Shuntverschluss kann eine direkte Weiterleitung an die Gefäßchirurgie erfolgen.
"Ein Shunt ist für Dialysepatientinnen und -patienten die Voraussetzung für ihre Behandlung. Wenn wir Veränderungen früh erkennen, können wir häufig reagieren, bevor es zu einem Verschluss kommt. Genau dafür soll die Shuntsprechstunde da sein", erklärt Makhlouf.
Langfristig soll der neue Schwerpunkt zu einem regionalen Angebot für Shuntchirurgie entwickelt werden. Dafür sollen Gefäßzentrum, Nephrologie, Dialyse und ambulante Versorgung enger miteinander verbunden werden.
Makhlouf studierte Humanmedizin an der Universität Tischrin in Latakia. Nach seiner deutschen Approbation 2014 absolvierte er seine Facharztausbildung in der Gefäßchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne und arbeitete dort anschließend als Oberarzt. Zuletzt war er am Helios Klinikum Siegburg tätig, wo er im Rahmen einer Shuntsprechstunde regelmäßig komplexe Fälle kontrollierte und behandelte. Red
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