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Nachricht vom 15.10.2026
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz: Wirtschaft zeigt leichte Erholung, bleibt aber fragil
Die wirtschaftliche Lage in Rheinland-Pfalz zeigt Anzeichen einer leichten Besserung. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da hohe Energiepreise und politische Unsicherheiten weiterhin die Unternehmen belasten.
Blick auf Mainz. Foto: Andreas Arnold/dpaMainz. Die rheinland-pfälzische Wirtschaft hat im Herbst eine leichte Aufhellung der Stimmung erfahren, obwohl die Rezession anhält. Der Konjunkturklimaindex stieg gegenüber dem Frühsommer um acht Zähler auf 89 Punkte, wie die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK) mitteilte. Dieser Index, der aus der aktuellen Lagebeurteilung sowie den künftigen Geschäftserwartungen besteht, liegt jedoch weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten.

"Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz beweisen einmal mehr ihre Widerstandskraft. Die wirtschaftliche Lage bleibt aber fragil, und die Aufhellung ist noch nicht flächendeckend angekommen", sagte Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Er forderte Bund und Länder dazu auf, mehr Freiräume für Investitionen und Innovationen zu schaffen.

Der stärkste Stimmungszuwachs wurde in der Industrie verzeichnet. Der Klimaindex liegt bei den Dienstleistern mit 94 Punkten am höchsten, gefolgt von der Industrie mit 93 Punkten - ein Anstieg von elf Punkten. Der Handel bleibt das größte Sorgenkind, obwohl sich der Index leicht auf 75 Punkte verbesserte. Die aktuelle Geschäftslage im Handel wurde schlechter bewertet als im Frühsommer.

Insgesamt bezeichneten 24 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Lage als gut, 47 Prozent als befriedigend und 29 Prozent als schlecht. Für die kommenden Monate erwarten lediglich 14 Prozent der Betriebe eine Verbesserung, während 29 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen.

Als größtes Geschäftsrisiko nannten 73 Prozent der Betriebe die Energie- und Rohstoffpreise, gefolgt von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, Arbeitskosten und schwacher Inlandsnachfrage. Auch beim Personal planen die Unternehmen vorsichtig: Nur elf Prozent wollen neue Stellen schaffen, während 26 Prozent mit einem Stellenabbau rechnen.

An der repräsentativen Konjunkturumfrage nahmen 930 Unternehmen aller Größen und Branchen teil, die insgesamt rund 208.000 Beschäftigte beschäftigen. (dpa/bearbeitet durch Red)
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