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Pressemitteilung vom 15.10.2026
Region
IHK drängt auf Abschluss für Gewerbegebiet "Ober dem Beulköpfchen"
Das Planungsverfahren für das Gewerbegebiet "Ober dem Beulköpfchen" dauert bereits rund zehn Jahre an. Die regionale Wirtschaft benötigt dringend neue Flächen für Investitionen und Beschäftigung. Die IHK Koblenz fordert nun zügige Beschlüsse für den wichtigen Wirtschaftsstandort.
Symbolbild. (KI-generiert)Montabaur. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz begrüßt, dass die Stadt Montabaur das Bebauungsplanverfahren für das Gewerbegebiet "Ober dem Beulköpfchen" fortführt. Die Organisation verbindet ihre Zustimmung jedoch mit einem klaren Appell an die Verantwortlichen: Nach mittlerweile rund zehn Jahren Planungs- und Genehmigungszeit muss das gesamte Verfahren zeitnah zu einem Ende gebracht werden.

Dringender Flächenbedarf für regionale Betriebe
Der Regionalgeschäftsführer der IHK Koblenz in Montabaur, Richard Hover, erklärte, dass eine mehr als zehnjährige Zeitspanne bis zur Baureife beispielhaft die Hürden bei der Bereitstellung von Arealen in Deutschland vor Augen führe. Die Betriebe könnten nicht unbegrenzt abwarten. Sie benötigen Entwicklungsperspektiven, wenn sie Investitionen tätigen, expandieren und Arbeitsplätze schaffen möchten.

Die formelle Grundlage entstand bereits im Jahr 2016 mit dem Aufstellungsbeschluss. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Verfahren wiederholt fortgeschrieben und an diverse fachliche Vorgaben angepasst. Für die Industrie- und Handelskammer kommt es nun darauf an, die verbleibenden Schritte erfolgreich abzuschließen und die dringend benötigten Areale tatsächlich zur Verfügung zu stellen.

Umfrage belegt Mangel an Gewerbeflächen
Das Ausmaß des Bedarfs verdeutlicht eine Gewerbeflächenumfrage der IHK Koblenz aus dem Jahr 2024 im Westerwaldkreis. Darin gaben 35 Prozent der befragten Firmen an, auf zusätzliche Flächen angewiesen zu sein. Gleichzeitig berichteten 63 Prozent, dass gegenwärtig keine passenden Flächen zur Verfügung stehen. Zahlreiche Betriebe sehen ihre Entwicklungsmöglichkeiten und Investitionsvorhaben dadurch behindert. Einige Firmen erwägen sogar, geplante Wachstumsmaßnahmen an alternative Standorte zu verlegen.

Hover betonte dazu, dass die Zahlen eine eindeutige Botschaft senden: Der Flächenmangel stellt längst kein Zukunftsthema mehr dar, sondern wirkt sich bereits in der Gegenwart als spürbarer Standortnachteil aus. Jeder abwandernde Betrieb, jede unterbliebene Investition und jeder verlorene Arbeitsplatz schwächt die wirtschaftliche Entwicklung des Umfelds.

Bedeutung des Standorts Montabaur
Nach Auffassung der IHK zählt Montabaur wegen seiner hervorragenden Verkehrsanbindung und seiner Lage im Wirtschaftsraum zwischen Rhein-Main und Bonn/Köln zu den wichtigsten Gewerbestandorten im nördlichen Rheinland-Pfalz. Aus diesem Grund besitzt die geplante Erweiterung der Gewerbeflächen nicht nur für Montabaur selbst, sondern für den gesamten Westerwald eine erhebliche Bedeutung.

Die IHK Koblenz unterstützt das Projekt daher weiterhin ausdrücklich. Sie fordert, die Grundlagen für einen baldigen Satzungsbeschluss sowie eine zügige Erschließung der Grundstücke zu schaffen. Hover stellte abschließend fest, dass über dieses Areal seit einem Jahrzehnt beraten wird. Die Betriebe verlangen jetzt keine weiteren Debatten mehr, sondern reale, nutzbare Gewerbeflächen. Nur auf diesem Weg lassen sich Wertschöpfung, Investitionen und Arbeitsplätze in der Region halten. (PM/bearbeitet durch Red)
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