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| Pressemitteilung vom 15.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Städtetag Rheinland-Pfalz: Auf Stromausfälle und Cyberangriffe vorbereitet sein |
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| Der Städtetag Rheinland-Pfalz hat eine Diskussion über die Vorbereitung auf hybride Bedrohungen wie Stromausfälle und Hackerangriffe angestoßen. Die Bürger sollen für den Ernstfall gewappnet sein. |
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Mainz. Ein Hackerangriff wie auf Supermärkte in Frankreich oder ein Stromausfall wie in Berlin: Der Städtetag Rheinland-Pfalz rät Bürgern und Kommunen, sich auf solche Situationen vorzubereiten. Die Spitze des Gremiums hat, ähnlich wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs, eine Debatte über die Vorbereitung der Bevölkerung auf hybride Bedrohungen wie Blackouts angeregt. Sind alle Privatpersonen und Betriebe darauf eingestellt, sich mindestens 72 Stunden selbst zu versorgen, kann sich der Katastrophenschutz nach Aussage der geschäftsführenden Direktorin Lisa Diener auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Sie äußerte sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Debatte aus den Augen verloren
Geschäftsführer Michael Bleidt stellte fest, das Thema sei zu Beginn des Ukraine-Kriegs vernünftig diskutiert, dann aber wieder aus den Augen verloren worden. Im Winter 2022/23 drohte Deutschland eine Gasmangellage. In der Folge wurde in vielen öffentlichen Gebäuden etwa weniger stark geheizt. Diener und Bleidt betonten, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Privatpersonen sogar empfiehlt, bis zu zehn Tage mit Essen und Trinken vorzusorgen.
Bürgerinnen und Bürger sollen sich vorbereiten
Nach Ansicht von Diener und Bleidt müssten die Menschen wissen, was zu tun ist, wenn erneut eine Gasmangellage droht oder Strom, Heizung und Energieversorgung länger ausfallen, wie es zum Teil in Berlin zu erleben war. Auch Internet und Trinkwasserversorgung seien wichtige sensible Punkte der kritischen Infrastruktur, für deren Ausfall grundsätzlich Vorsorge getroffen werden sollte.
Bleidt erläuterte, von einem Stromausfall wäre im Winter ein veritabler Anteil der Menschen betroffen, die über die Wärmepumpe ihre Wärme erzeugen. Das gelte insbesondere für Neubauten, aber auch für sanierte Altbauten. Sind zudem Supermärkte betroffen, gehe es auch darum, die grundlegende Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. In Frankreich hat gerade eine großangelegte Cyberattacke Kühlanlagen in den Märkten mehrerer großer Lebensmittelhandelsketten gestört.
Materialien, Sirenen und Anlaufstellen
Diener verwies auf viele gute Materialien und Checklisten des Bundesamts für Bevölkerungs- und Katastrophenhilfe. Mit ihnen könnten der Bevölkerung Pläne zur Verfügung gestellt und die Sicherheit vermittelt werden, gut vorbereitet zu sein. Wichtig sei auch, dass die Menschen wüssten, was die unterschiedlichen Sirenentöne bedeuteten und was im Ernstfall zu tun sei. Die öffentliche Debatte über den Zivilschutz der Zukunft konzentriere sich nach Dieners Einschätzung zu sehr auf ein Schutzraumkonzept.
In der zivilen Alarmplanung laufe bereits extrem viel bei den Städten, sagte Diener. Alte Strukturen würden derzeit wieder aktiviert. Einige Städte hätten eigene Notfallbroschüren, die zum Beispiel sogenannte Leuchttürme ausweisen. Das seien Anlaufstellen für die Bevölkerung, um Handys aufzuladen und sich aufzuwärmen. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Pressemitteilung vom 15.10.2026 |
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