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| Nachricht vom 15.10.2026 |
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| Region |
| Familienvater braucht Hilfe: Viele Schicksalsschläge, aber aufgeben ist keine Option |
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| Gerade als Mario Albath dachte, endlich wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, schlägt das Schicksal erneut zu. Um seiner Frau und seinen beiden kleinen Söhnen beistehen zu können, ist er nun auf die Hilfe anderer angewiesen. |
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Region. Die Zeichen standen auf Glück. Das dachte Mario Albath zumindest im Sommer 2024. Damals plante der selbstständige Tontechniker als alleiniger Veranstalter und Organisator gerade ein Festival im Stöffel-Park, das es so noch nicht im Westerwald gegeben hat. Zudem war seine Frau schwanger mit dem ersten Kind. Sohn Kaleo kam gesund zur Welt und nur zwei Wochen später ging das Festival "Brassutopia" über die Bühne. "Das ist der schöne Teil der Geschichte. Nun kommt der schlechte Teil - der Moment, in dem sich dieses Jahr für mich grundlegend veränderte", so beschreibt es der heute 41-Jährige in einem Spendenaufruf auf der Plattform "GoFundMe".
Denn nur zwei Jahre später sieht die Welt von Mario Albath und seiner Familie ganz anders aus. Albath erzählt seine Geschichte öffentlich, weil er zurzeit auf die Unterstützung fremder Menschen angewiesen ist, um sich durch die nächsten Wochen zu kämpfen. Während das Festival im Spätsommer 2024 musikalisch ein voller Erfolg war, hat es Albath finanziell ruiniert. "Diese Veranstaltung hat mich einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet. Da war er: der Breakdown, den kein Mensch erleben möchte", blickt er nun zurück. Die Folgen spürt er bis heute; Gläubiger, Banken, Krankenkassen, Finanzamt sitzen ihm im Nacken. Um den Forderungen nachzukommen, arbeitet er hart: "28 bis 31 Tage jeden Monat, Doppelschichten, Dreifachschichten, Montag bis Sonntag." Seine Frau hielt Albath zu Hause immer den Rücken frei, viel Zeit für die Familie hatte er nicht. Jeder, der selbst Familie und kleine Kinder hat, weiß, wie schwierig eine solche Situation ist.
Und jetzt? Aufstehen, weitermachen
Dann wurde bei Mario Albath eingebrochen. "Man hat mein Lager leergeräumt. Alles war weg. Alles, was mir dabei hilft, meinen Lebensunterhalt zu verdienen", erzählt er rückblickend und beschreibt seine damalige Gedanken- und Gefühlswelt: "Grauenvoll. Was mache ich jetzt? Aufstehen, weitermachen. Ich habe keine Alternative." Trotz Versicherung blieb Albath wieder auf einem fünfstelligen Betrag sitzen. Wie kommt man damit klar? Für Albath stand fest: "Ich mache weiter. Für meine Familie."
Anfang 2026 konnte er endlich Licht am Ende des Tunnels sehen. Zwar bestimmt noch immer die "Work-Work-Work-Balance" seinen Alltag. Doch mehr als die Hälfte seiner Schulden hat er mittlerweile abbezahlt. Albath freute sich in den vergangenen Monaten: "Bald kann ich mich voll und ganz auf meine Familie konzentrieren und wieder ein normales Leben führen." Es gab auch wieder gute Nachrichten, seine Frau erwartete das zweite Kind. "Das Jahr schreitet voran, und ich tue alles dafür, dieses Mal mehr erleben und mehr dabei sein zu können. Ich möchte nicht eine Woche nach der Geburt direkt wieder arbeiten müssen. Ich möchte die Zeit genießen und das Leben als vierköpfige Familie kennenlernen", blickt Albath im Sommer 2026 optimistisch in die Zukunft.
Für die Familie stark sein
Am 2. Oktober 2026 kam Sohn Shay zur Welt. Ein wundervolles Ereignis, nachdem Mario Albath das ganze Jahr durchgearbeitet hatte. Nun hat er sich drei Wochen freigenommen, um für seine Frau und seine beiden Söhne da zu sein. Doch Shay musste nach der Geburt auf die Intensivstation, Albaths Frau musste operiert werden. Die Situation belastete die Familie, doch nach vier Tagen konnten sie gemeinsam nach Hause gehen. Dann der nächste Schicksalsschlag: "Keine 24 Stunden nach unserer Rückkehr musste ich meine Frau in die Notaufnahme bringen", erzählt Albath. Er erzählt auch von der Angst, der Ratlosigkeit. Die Oma der Kinder kam und passte auf ein Neugeborenes und einen Zweijährigen auf, während die Eltern im Krankenhaus waren. Wie sich herausstellte, hatte Albaths Frau eine allergische Reaktion auf Penicillin. Obwohl die Allergie sowohl im Mutterpass als auch im Aufnahmebogen vermerkt war, hatte sie bei der Geburt ein Präparat verabreicht bekommen, das Penicillin enthielt. Die allergische Reaktion hat eine Kettenreaktion in ihrem Körper ausgelöst und weitere Entzündungen hervorgerufen. "Meine Frau ist seit dem 2. Oktober erneut Mutter geworden. Seitdem hat sie unseren neugeborenen Sohn nur stundenweise gesehen", schildert Mario Albath Mitte Oktober die aktuelle Situation. "Seit er auf der Welt ist, konnte meine Frau ihr Kind aufgrund der Schmerzen nicht länger als 30 Minuten an ihrem Körper halten. Sie ist von ihm getrennt. Unseren großen Sohn hat sie seit dem Tag, an dem sie zur Einleitung ins Krankenhaus kam (28.09.2026), nur dreimal gesehen. Sie ist seit fast zwei Wochen von ihm getrennt. Sie hat das Stillen wegen der Schmerzen und vor allem wegen der Medikamente eingestellt. Sie kann nicht bei ihrem Säugling sein."
Mario Albaths Frau wird noch auf unbestimmte Zeit im Krankenhaus bleiben müssen. Er ist der Alleinversorger der Familie, hat sich nur drei Wochen freigehalten, muss sich nun aber um seine Frau und seine beiden Kinder kümmern. Und er weiß, was auch langfristig auf die Familie zukommt: "Dann wird der Teil kommen, der die Allergie und die Entzündungen übertreffen wird: die seelische Belastung meiner Frau. Sie wurde von ihrem Säugling und von ihrem ersten Sohn getrennt. Wir waren voneinander abgeschottet. Sie wird meine Hilfe brauchen, um das alles zu verarbeiten."
Spendenaufruf auf GoFundMe
Aus diesem Grund hat Mario Albath den Entschluss gefasst, öffentlich um Hilfe zu bitten. "Ich möchte meine Frau so unterstützen und an ihrer Seite stehen, wie sie mich in den letzten Jahren unterstützt hat. Dafür benötige ich Hilfe. Allein schaffe ich das nicht mehr."
Mario Albath will mit den Spenden die laufenden Kosten der Firma und des Hauses sowie alle Nebenkosten der nächsten sechs bis acht Wochen abdecken. Bislang sind schon mehr als 10.000 Euro zusammengekommen. Der Familienvater findet dafür kaum Worte: "Wir sind sprachlos! Wir sind überwältigt von all den Hilfsangeboten (…). Ich bin so dankbar, für jeden einzelnen Beitrag, den hier jeder geleistet hat. Unsere Familie wird diese Zeit, die wir durch euch gewonnen haben, so gut wie es geht nutzen. Ich werde meine Frau unterstützen können, wie Sie mich unterstützt hat in den letzten Jahren. Jede Spende, jede Nachricht, jedes Hilfsangebot ist so unfassbar großzügig, das wird einfach überwältigt sind."
Wer Mario Albath und seiner Familie helfen möchte, kann das hier tun: www.gofundme.com/f/kein-kampf-ist-einfach-familie-im-ungluck
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| Nachricht vom 15.10.2026 |
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