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| Pressemitteilung vom 13.10.2026 |
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| Selters liest vor: Sechs Lesungen zwischen Fantasy, Gefühl und Katastrophe |
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| Von rätselhaften Begegnungen in einer Fantasywelt bis zu berührenden Familiengeschichten und chaotischen Urlaubserlebnissen reichte das Programm von "Selters liest vor". Sechs Vorleser präsentierten in der vollbesetzten Stadtbücherei Bücher, die sie persönlich besonders beschäftigt hatten. |
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Selters. Spannende Fantasy, nachdenkliche Essays, bewegende Familiengeschichten und humorvolle Erlebnisse aus der Natur: Bei "Selters liest vor" standen ganz unterschiedliche Lesewelten im Mittelpunkt. Sechs Menschen stellten in der vollbesetzten Stadtbücherei Bücher vor, die sie besonders beeindruckt hatten. Moderator Eckhard Schneider führte durch den abwechslungsreichen Abend.
Rätsel aus Tolkiens Fantasywelt
Jens Jurgeleit ist gemeinsam mit seinem Sohn regelmäßig Gast in der Stadtbücherei. Dort war bereits aufgefallen, dass er eine angenehme Vorlesestimme hat. Bei der Veranstaltung konnte nun auch das Publikum davon profitieren. Jurgeleit las aus J. R. R. Tolkiens "Der kleine Hobbit" die bekannte Begegnung zwischen Bilbo und Gollum vor, bei der sich die beiden gegenseitig Rätsel stellen.
Gefühle und die Kraft der Sprache
Andrea Stabel widmete sich der Gefühlswelt. Sie hatte das Buch "Wie fühlst du dich?" von Axel Hacke ausgewählt, einen Essay über menschliche Gefühle. Die vorgelesenen Passagen verdeutlichten, wie sehr Gefühle erlernt werden und das Leben beeinflussen können, häufig stärker, als Menschen sich dessen bewusst sind. Auch die Werbung verstehe es, diese Wirkung gezielt einzusetzen. Stabel schätzt an Hacke besonders seine Sprache, mit der er auch komplexe Gedanken präzise auf den Punkt bringe.
Bewegende Geschichte über einen dementen Vater
Ruhige und eindringliche Töne schlug Beate Willach-Schneider mit ihrer Lesung aus Arno Geigers "Der alte König in seinem Exil" an. Das Buch handelt von einem Sohn und seinem dementen Vater. Im Mittelpunkt stehen schwindende Erinnerungen und die schwierige Frage, wie Nähe erhalten bleiben kann, wenn die gemeinsame Vergangenheit zunehmend verblasst.
Geigers Text verbindet Traurigkeit und Trost. Zärtlichkeit und feiner Humor prägen die Geschichte und verleihen ihr eine besondere emotionale Wirkung.
Von kindlicher Neugier zum Naturschutz
Birgit Lantermann stellte "Und sie fliegt doch" von Dave Goulson vor. Der britische Insektenforscher und Naturschützer erzählt darin von seiner Kindheit und seinen Experimenten mit Insekten. Diese endeten nicht selten tödlich für die Tiere. So versuchte Goulson beispielsweise, Bienen auf einer Herdplatte zu trocknen.
Die Geschichten zeigen, wie sich aus kindlicher Neugier und frühem Forscherdrang ein beruflicher Weg entwickeln kann. Dass Goulson später Professor der Biologie und einer der führenden Naturschützer Europas wurde, verleiht den geschilderten Erlebnissen eine zusätzliche amüsante Note.
Fantasy mit ungewöhnlichen Figuren
Frank Pfuhl entführte die Zuhörer in die siebenteilige Fantasy-Reihe "Die Krosann-Saga" von Sam Feuerbach. Die Handlung spielt im mittelalterlichen Reich Toladar, in dem sehr unterschiedliche Figuren aufeinandertreffen.
Pfuhl stellte unter anderem einen jungen, dicklichen Prinzen vor, der Sport verabscheut, sowie eine eiskalte Profikillerin, die ihn eigentlich töten soll. Damit gab er Einblicke in eine Fantasywelt, deren Figuren unterschiedlicher kaum sein könnten.
Psychischer Druck im Eliteinternat
Eine deutlich beklemmendere Atmosphäre vermittelte Nelly Lantermann mit ihrer Lesung aus Tonio Schachingers Roman "Echtzeitalter". Sie wählte Passagen über den despotischen Lehrer Bruno Dolinar aus. Dieser vertritt an einem Eliteinternat ein veraltetes Bildungsideal und setzt seine Klasse über Jahre hinweg psychisch unter Druck.
Urlaub zwischen Waldbrandrauch und Sturm
Zum Abschluss wechselte Moderator Eckhard Schneider von den Büchern zu einer persönlichen Geschichte. Er berichtete von einem Campingurlaub, der eigentlich der Erholung dienen sollte, sich jedoch zu einer Reihe von Katastrophen entwickelte.
Waldbrandrauch zwang zur Flucht, ein heftiger Sturm sorgte für Schrecken und auf kleine Unfälle folgten weitere Missgeschicke. Schließlich verschwand auch noch der Hund. Aus der geplanten Auszeit wurde so ein chaotischer Urlaub, der den abwechslungsreichen Leseabend mit einer persönlichen und humorvollen Geschichte abrundete.(PM/bearbeitet durch Red) |
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