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Pressemitteilung vom 13.10.2026
Region
Gackenbach erhält 413.000 Euro für den letzten Bauabschnitt der "Neuen Mitte"
Mit 413.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes wird der dritte und letzte Bauabschnitt der "Neuen Mitte" in Gackenbach gefördert. Geplant sind unter anderem ein Jugendraum, ein Dorfdepot und ein multifunktionaler Dorfplatz.
Zur Übergabe des Förderbescheids war Staatssekretärin Vanessa Fischer nach Gackenbach gekommen und überreichte die Urkunde an Ortsbürgermeister Hans Ulrich Weidenfeller (Bildmitte). Vor dem ehemaligen Pfarrsälchen versammelten sich Mitglieder des Ortsgemeinderates, Projektbeteiligte sowie Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich von der Verbandsgemeinde Montabaur. (Bild: VG Montabaur/Christina Weiß)Gackenbach. Die Bau- und Umbauarbeiten für die neue Dorfmitte und das Dorfgemeinschaftshaus in Gackenbach schreiten gut voran, der dritte und letzte Bauabschnitt steht jetzt an. Dafür erhielt Ortsbürgermeister Hans Ulrich Weidenfeller den Förderbescheid über 413.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes. Staatssekretärin Vanessa Fischer vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur war eigens in den Westerwald gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.

Drei Bauabschnitte bis zur neuen Dorfmitte
Die Ortsgemeinde Gackenbach hat 2023 das Pfarrheim, das Pfarrsälchen und das alte Pfarrhaus von der Kirchengemeinde erworben mit dem Ziel, hier einen neuen Mittelpunkt für das Dorf zu schaffen: die "Neue Mitte". Der Bereich liegt neben der Kirche im Oberdorf, bislang war die Ortsverwaltung in einem kleinen Fachwerkensemble im Unterdorf untergebracht, ein Dorfgemeinschaftshaus gab es nicht. Zum ersten Bauabschnitt des Projekts, das bereits aus demselben Förderprogramm bezuschusst wurde, gehörten der Erwerb der Gebäude und der Abriss des baufälligen Pfarrhauses.

Im zweiten Bauabschnitt wird derzeit das ehemalige Pfarrheim in ein Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und erweitert: Der große Saal im Erdgeschoss bleibt erhalten, im Obergeschoss sind das Büro des Ortsbürgermeisters und der Sitzungsraum für den Ortsgemeinderat untergebracht; neu ist ein vorgebauter Windfang mit einem Aufzug ins Obergeschoss, um diese Räume barrierefrei zu erschließen. Hinter dem Saal wurde ein kleiner zweigeschossiger Anbau errichtet, der als Stuhllager dient und den Vereinen im Ort Lagermöglichkeiten bieten soll. Außerdem wird die Terrasse überdacht, damit man sie bei Veranstaltungen bei jedem Wetter mit nutzen kann.

Noch in diesem Jahr soll nun der dritte Bauabschnitt beginnen: Dabei wird das alte Pfarrsälchen in einen Jugendraum umgebaut, eine kleine Lagerhalle als "Dorfdepot" angebaut und auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses ein multifunktionaler Dorfplatz angelegt. Zwischen Jugendraum und Dorfdepot findet noch die Toilettenanlage für den Jugendraum Platz. Die Planungen stammen vom ortsansässigen Unternehmen Holzbau Kappler aus Dies. "Wir wollen die Kirmes 2027 auf dem neuen Platz feiern", sagte Weidenfeller und lud Staatssekretärin Fischer dazu ein.

Förderung für eine bessere Lebensqualität
Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 2,2 Mio. Euro. Im Rahmen des Förderprogramms zur Dorferneuerung beteiligt sich das Land mit insgesamt 1,2 Mio. Euro daran. "Es ist ein Vorzeigeprojekt", sagte Staatssekretärin Fischer bei der Übergabe des Förderbescheids, an der auch die Westerwälder Landtagsabgeordneten Roland Weimer und Thomas Mockenhaupt teilnahmen. Besonders hob Fischer hervor: "Rheinland-Pfalz setzt im Rahmen der Dorferneuerung einen klaren Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, ihre Lebensqualität im ländlichen Raum zu verbessern, Teilhabe zu stärken und Dörfer langfristig als attraktive Wohnorte für Familien zu sichern. Mit der Schaffung des neuen Jugendraums macht Gackenbach genau das und bietet jungen Menschen einen Raum, in dem sie sich treffen, Ideen entwickeln und Gemeinschaft erleben können. Damit leistet die Ortsgemeinde einen wichtigen Beitrag dazu, dass Jugendliche sich in ihrem Heimatort wohlfühlen und sich einbringen können."

Weidenfeller bedankte sich für den Förderscheck und schloss ein besonderes Dankeschön an die ortsansässigen Firmen Stephan Medizintechnik und Holzbau Kappler an, "die nicht nur mit ihren Steuerzahlungen dafür sorgen, dass Gackenbach finanziell stabil aufgestellt ist, sondern sich darüber hinaus vielfältig im Dorf und insbesondere im Wildpark engagieren." (PM/Red)
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