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| Nachricht vom 12.10.2026 |
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| Politik |
| Einweihung der modernisierten Dorfgemeinschaftshalle in Elgendorf |
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| Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde die Dorfgemeinschaftshalle in Montabaur-Elgendorf feierlich eröffnet. Trotz unerwarteter Schwierigkeiten und Kostensteigerungen steht nun ein modernes Gebäude zur Verfügung, das dem Stadtteil Raum für vielfältige Aktivitäten bietet. |
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Elgendorf. "Heute ist ein besonderer Tag", begann Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher ihre Rede bei der Einweihung der Dorfgemeinschaftshalle in Elgendorf. "Wir stehen in einem Haus, das künftig wieder das sein soll, was sein Name verspricht: ein Haus für die Dorfgemeinschaft." Während der Bauzeit traten jedoch einige unvorhergesehene Probleme auf. Im Oktober 2023 wurde das ursprünglich 1968 errichtete Gebäude komplett entkernt. Dabei mussten die Fundamente einer alten Treppe vor dem Haupteingang entfernt werden, und eine Hauptgasleitung verlief anders als erwartet. Eine beteiligte Firma zog sich aus dem Projekt zurück. Architekt Volker Simon bemerkte: "Teilweise war ich soweit, mir hier eine Wohnung zu mieten, damit ich schneller vor Ort bin."
Zeit für frischen Wind
Leicher betonte, dass trotz der Herausforderungen viel erreicht wurde. Das Gebäude wurde umfassend modernisiert, mit einem neuen Küchen- und Foyerbereich sowie einem Aufzug ausgestattet. Das Untergeschoss erhielt nach dem Auszug der Feuerwehr neue Vereinsräume, und die energetische Sanierung der Gebäudehülle wurde abgeschlossen. Eine mechanische Be- und Entlüftungsanlage mit einer Leistung von 10.000 Kubikmeter Luft pro Stunde wurde installiert. "Es wurde Zeit für frischen Wind", schmunzelte Leicher. Zwei Wärmepumpen à 15 Kilowatt und eine Gasbrennwerttherme im Hybridbetrieb ermöglichen auch die Kühlung der Halle. Bis zu 440 Personen können hier zukünftig feiern, Sport treiben und sich begegnen. "Denn ein Dorfgemeinschaftshaus ist erst dann fertig, wenn hier Menschen zusammenkommen."
4.000 Euro pro Einwohner von Elgendorf
Das Projekt kostete am Ende fünf Millionen Euro und überschritt damit den ursprünglichen Kostenrahmen deutlich. Leicher rechnete vor: "Das sind umgerechnet 4.000 Euro pro Einwohner von Elgendorf." Die unerwarteten Probleme während der Bauphase und das Ausscheiden einer beteiligten Firma trugen maßgeblich dazu bei. "Diese Kündigung führte dazu, dass vier weitere Gewerke nicht wie geplant weiterarbeiten konnten", erklärte Architekt Simon. Der Rechtsstreit hierzu ist noch anhängig.
Ein Blick zurück - und nach vorn
Zur Eröffnung präsentierte Simon eine Diashow mit Bildern vom Baubeginn, den Überraschungen während der Bauphase und der Fertigstellung des modernisierten Gebäudes. Zum Abschluss wird er gemeinsam mit seinem Team einen Drei-Säulen-Amberbaum pflanzen, symbolisch für das Vertrauen, das in das Projekt gesetzt wurde, sowie für die Planung und Ausführung, die es trotz aller Widrigkeiten zum Erfolg führten.
Damit das Haus lange ein Zuhause bleibt
Zum Abschluss wünschte sich Leicher, dass die Bürger Verantwortung für das Gebäude übernehmen. "Ich wünsche mir, dass das Haus in dreißig Jahren noch genauso gepflegt aussieht wie heute, dass die Türen funktionieren, die Wände sauber sind, die Technik ordentlich behandelt wird und man sieht, dass die Menschen die Investition hier zu schätzen wissen." Red |
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