WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Pressemitteilung vom 07.10.2026
Region
Neue Selbsthilfegruppe für Eltern und Großeltern in Bad Marienberg
In der Umgebung von Bad Marienberg entsteht eine neue Selbsthilfegruppe für Eltern und Großeltern, die den Kontakt zu ihren Kindern oder Enkelkindern verloren haben. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Verständnis und ein geschützter Raum ohne Schuldzuweisungen.
Symbolbild. (KI generiert)Bad Marienberg. Wenn das eigene Kind oder Enkelkind plötzlich nicht mehr Teil des eigenen Lebens ist, kann dies zu einer großen emotionalen Belastung werden. Für Eltern und Großeltern, die den Kontakt zu ihren Kindern oder Enkelkindern verloren haben, entsteht derzeit auf Initiative einer Betroffenen eine neue Selbsthilfegruppe in der Umgebung von Bad Marienberg.

Die Gruppe richtet sich an Mütter und Väter sowie Großmütter und Großväter, die von einem Kontaktabbruch oder einer Entfremdung betroffen sind. Dabei spielt es keine Rolle, wie es zu der Situation gekommen ist oder wie lange sie bereits besteht.

Austausch ohne Schuldzuweisungen
Die Selbsthilfegruppe soll ausdrücklich nicht der Suche nach Schuldigen dienen. Stattdessen soll ein geschützter und wertschätzender Raum entstehen, in dem Betroffene über ihre Gefühle, Erfahrungen und die Herausforderungen des Alltags sprechen können.

Dabei sollen jeder Mensch und jede Lebensgeschichte respektiert werden. Verurteilungen und Vorwürfe sollen keinen Platz haben. Unter dem Motto Gemeinsam statt allein möchte die Gruppe Menschen zusammenbringen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Kontaktabbruch kann belastend sein
Ein Kontaktabbruch innerhalb der Familie ist für viele Betroffene mit Scham, Trauer, Hilflosigkeit und Einsamkeit verbunden. Hinzu kommen häufig gesellschaftliche Vorurteile, die es zusätzlich erschweren können, offen über die eigene Situation zu sprechen.

Die neue Selbsthilfegruppe soll deshalb die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ebenfalls einen Kontaktverlust innerhalb der Familie erlebt haben. Im Mittelpunkt stehen gegenseitiges Zuhören, Verständnis und der persönliche Austausch.

Dabei entscheidet jeder Teilnehmer selbst, ob, wann und wie viel über die eigene Situation erzählt wird. Niemand ist verpflichtet, persönliche Erfahrungen zu teilen.

Weitere Informationen zur Gründung
Interessierte können sich vorab melden und werden anschließend über den weiteren Verlauf der Gründung informiert. Die Teilnahme ist vertraulich, kostenlos und freiwillig.

Weitere Informationen und Anmeldung sind unter der E-Mail-Adresse "info@wekiss.de", der Gruppenmailadresse "verstossene-eltern@web.de" oder unter der 02663/2540 möglich.(PM/bearbeitet durch Red)
Pressemitteilung vom 07.10.2026 www.ww-kurier.de