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Nachricht vom 28.09.2026
Rheinland-Pfalz
Niedrigwasser auf dem Rhein: Schifffahrt zwischen St. Goar und Mainz stark eingeschränkt
Die anhaltende Trockenheit sorgt für historisch niedrige Pegelstände am Rhein und führt zu erheblichen Einschränkungen in der Schifffahrt. Besonders betroffen ist der Mittelrheinabschnitt zwischen St. Goar und Mainz.
Rhein mit Rekordtiefstand in Köln. Foto: Sascha Thelen/dpaDuisburg. Die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände am Rhein erschweren den Schiffsverkehr erheblich. Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), berichtet, dass auf dem besonders von Niedrigwasser betroffenen Abschnitt zwischen St. Goar und Mainz "nur noch vereinzelt Güterschiffe unterwegs" seien. Grund dafür sei der Mangel an ergiebigem Regen im Rheineinzugsgebiet. "Die Schifffahrt steht ihren Kunden als Dienstleister weiterhin zur Verfügung; es kann jedoch nur mit deutlich weniger Ladung gefahren werden", so Spieß weiter. Die Sicherheit der Fahrten liege im Ermessen der Schiffsführung. Maßnahmen wie die Aufhebung von Sonn- und Feiertagsverboten für Lkw könnten die Lieferketten teilweise stabilisieren.

Der Pegel in Kaub, einem kritischen Punkt der Rheinschifffahrt, unterschritt am Wochenende zeitweise den Nullpunkt und erreichte damit einen historischen Tiefstand. In Köln wurde am Montag ebenfalls ein Rekordtief von 40 Zentimetern gemessen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beobachtete eine starke Abnahme der Schifffahrt. Trotz niedriger Pegelstände ist die Fahrrinne tiefer - in Köln etwa beträgt sie 1,11 Meter mehr als der Pegelstand am Ufer.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung erwarten, dass die Pegelstände in Köln gegen Ende der Woche und in Kaub ab dem kommenden Wochenende wieder steigen. Bereits in der ersten Augusthälfte waren die Pegelstände am Rhein deutlich gesunken, was zu einem Einbruch der Frachtschifffahrt führte. In der zweiten Augusthälfte stiegen die Wasserstände aufgrund von Niederschlägen wieder an. (dpa/bearbeitet durch Red)
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