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| Pressemitteilung vom 23.09.2026 |
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| Politik |
| Radweg Montabaur nach Holler: Grüne fordern schnelles Handeln |
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| Seit Jahren fordern Bürger einen sicheren Radweg zwischen Montabaur und Holler. Wegen ausbleibender Entscheidungen der Behörden wächst der Unmut bei den Beteiligten und in der Politik. Nun verlangt eine Partei verbindliche Zusagen für das Vorhaben. |
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Montabaur. Die Grünen im Westerwald stellen sich geschlossen hinter die Ziele der Bürgerinitiative "Radweg-jetzt!". Sie verlangen eine verlässliche Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Holler und Montabaur. Zugleich lobt der Kreisverband den langjährigen Einsatz der Bürger und übt deutliche Kritik an den schleppenden Planungen des Landesbetriebs Mobilität, kurz LBM.
Die Initiative engagiert sich seit 2018 für eine alltagstaugliche Trasse. In einem Bericht der Westerwälder Zeitung vom 11. September 2026 äußerte deren Sprecher Norbert Busch jedoch, dass die Gruppe faktisch nicht mehr existiere. Die anhaltenden Verzögerungen hätten die Mitstreiter aufgerieben.
Kritik am Vorgehen der Behörden
André Butscheike, Sprecher der Grünen im Westerwald, zeigt sich bedrückt über den Rückzug der Aktiven. Er bedauert, dass Menschen nach jahrelangem freiwilligem Einsatz für die Region die Motivation verlieren, weil öffentliche Stellen sie nicht als Partner anerkennen. Stattdessen seien die Helfer fortlaufend vertröstet und mit wechselnden Fristen konfrontiert worden. Eine verlässliche Aussage zur Zukunft des Vorhabens fehlt bis heute.
Besonders das Tempo bei den Planungen stößt auf Unverständnis. Im März 2023 hatte der damalige Leiter des LBM Diez angekündigt, dass die Untersuchung verschiedener Varianten rund anderthalb Jahre dauern werde. Mitte 2025 sollte der genaue Streckenverlauf feststehen. Dieser Termin ist verstrichen. Sorgfältige Vorarbeiten benötigten Zeit, doch das aktuelle Tempo sei nicht mehr vertretbar. Wenn über Jahre hinweg nicht einmal die Vorplanung für diesen Lückenschluss gelinge, stelle sich die Frage nach dem Stellenwert des Radverkehrs im Westerwald.
Vertrauen in politische Prozesse sichern
Der LBM verweist auf eigene Teams für den Radverkehr, die seit 2023 das Wegenetz im ländlichen Raum gezielt ausbauen sollen. Butscheike fordert, dass sich die Dienststellenleitung an diesem Anspruch messen lässt. Man könne nicht ständig über die Stärkung des Radverkehrs reden und zugleich Planungen jahrelang verschleppen. Nötig sei der direkte Schritt von der Vorprüfung zur praktischen Umsetzung.
Das Thema berührt nach Ansicht der Partei auch das Vertrauen in staatliche Institutionen. Wenn engagierte Bürger ihre Freizeit investieren und dann erleben, wie Verwaltungen Fristen setzen und wieder verstreichen lassen, schwäche dies das Ansehen der Demokratie. Bürger müssten erfahren, dass persönlicher Einsatz etwas bewirkt. Bleibe die Entscheidung trotz jahrzehntelanger Debatten aus, bezweifelten die Menschen die Handlungsfähigkeit von Politik und Verwaltung. Behörden müssten bei Problemen offen kommunizieren und die Gründe für Verzögerungen verständlich darlegen.
Butscheike bezieht sich dabei auf Aussagen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Özdemir hatte einen zupackenderen Politikstil verlangt. Auch im Westerwald zählten konkrete Resultate mehr als reine Absichtserklärungen.
Anfrage soll Klarheit bringen
Die grüne Kreistagsfraktion schaltet nun die Kreisverwaltung ein und bindet die Landtagsfraktion ein. Eine Anfrage soll den aktuellen Stand der Variantenprüfung klären, Ursachen für die Verzögerungen aufdecken und verbindliche Termine für das weitere Vorgehen abfragen. Zudem wollen die Beteiligten prüfen, wie Kreis, LBM, Verbandsgemeinde, Ortsgemeinde und Initiative wieder zu einer verlässlichen Kooperation finden. Die Bürger haben ihren Einsatz geleistet, nun müssen die Behörden nachziehen und einen festen Zeitplan präsentieren. (PM/bearbeitet durch Red) |
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| Pressemitteilung vom 23.09.2026 |
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