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Nachricht vom 17.09.2026
Rheinland-Pfalz
Leichter Anstieg bei Organspendern in Rheinland-Pfalz: Landtag diskutiert Widerspruchslösung
Die Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz zeigt einen leichten Aufwärtstrend. Der rheinland-pfälzische Landtag wird sich demnächst mit der Möglichkeit der Einführung einer Widerspruchslösung befassen, um die Spenderzahlen weiter zu erhöhen.
Organspende. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)Mainz. Die Organspendezahlen in Rheinland-Pfalz haben sich auf niedrigem Niveau verbessert. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wurden von Januar bis August 32 Organspender registriert, fünf mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und elf mehr als in den ersten acht Monaten des Jahres 2024. Diese Statistik umfasst nur Spender, denen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe in Kliniken des Bundeslandes entnommen wurden, die dann bundesweit oder international transplantiert wurden.

Auch die Zahl der gespendeten Organe stieg an. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden 102 Organe gespendet - 24 mehr als im Vorjahreszeitraum und 28 mehr als von Januar bis August 2024. Damit liegt Rheinland-Pfalz bei 11,7 Spendern pro eine Million Einwohner, während der bundesweite Durchschnitt bei 12,4 liegt.

Am Donnerstag wird der rheinland-pfälzische Landtag in Mainz das Thema Organspende erörtern. Anlass ist ein Antrag der Regierungsfraktionen CDU und SPD, der eine Initiative im Bundesrat für die Widerspruchslösung vorsieht. Diese Lösung würde bedeuten, dass Erwachsene nach ihrem Tod automatisch als Organspender gelten, es sei denn, sie haben zuvor aktiv widersprochen. Derzeit ist eine ausdrückliche Zustimmung notwendig. Um die Widerspruchslösung umzusetzen, wäre eine Änderung des Transplantationsgesetzes auf Bundesebene erforderlich. (dpa/bearbeitet durch Red)

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