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| Nachricht vom 13.09.2026 |
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| Region |
| Neues Feuerwehrgerätehaus in Rückeroth: halbes Dorf feiert die Einweihung |
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| In Rückeroth leben noch nicht einmal 500 Menschen – geschätzt die Hälfte davon stand am Samstag, 12. September, vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus. Eingeweiht wurde ein Multifunktionsgebäude, das Feuerwehr, Ortsbürgermeisterbüro und Bauhofhalle unter einem Dach vereint. Es wurde in nur 19 Monaten gebaut. |
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Rückeroth. Wenn man bedenkt, dass in Rückeroth, oder wie die Einheimischen sagen, in „Reegert", noch nicht einmal 500 Einwohner leben, dann hatte sich geschätzt über die Hälfte davon vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus eingefunden.
Was war der Anlass zu dieser kleinen Völkerwanderung? Bei strahlendem Kaiserwetter wurde am Freitag, 12. September, das neue Multifunktionsgebäude offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Es ist deshalb multifunktional, weil neben dem Feuerwehrhaus auch ein neues Ortsbürgermeisterbüro sowie eine Bauhofhalle unter einem Dach entstanden sind. Für Ortsbürgermeister Bodo Weinmann ist sein neues Büro „ein Geschenk des Himmels“: Bisher musste er die Amtsgeschäfte von zu Hause aus führen, nun kann er standesgemäß „residieren“.
Bemerkenswert ist vor allem die kurze Zeit zwischen Spatenstich und Einweihung: Am 25. Februar 2025 fiel der Startschuss, und nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit konnte der Prachtbau übergeben werden. Bekanntlich sollte man mit Superlativen sparsam umgehen – im Fall „Reegert" wäre es eine Schande, darauf zu verzichten.
1,41 Millionen Euro, geteilt nach Nutzung
Die kurze Bauzeit ist vor allem damit zu begründen, dass alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben – mit dem Ziel, dass die Feuerwehrkameraden aus Rückeroth ihr baufälliges Gerätehaus schnellstmöglich gegen ein angemessenes Domizil eintauschen konnten. Getragen und geplant wurde das Projekt gemeinsam von der Verbandsgemeinde Selters, der Ortsgemeinde Rückeroth und dem Architekturbüro Ritz & Losacker aus Heiligenroth.
Das neue Gebäude entstand am westlichen Ortsrand und bietet dank seiner Lage kurze Einsatzzeiten für die Feuerwehr sowie eine gute Erreichbarkeit. Es ersetzt das bisherige Feuerwehrhaus und erfüllt die aktuellen gesetzlichen Anforderungen. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei gestaltet, was Feuerwehr, Ortsgemeinde und Bauhof gleichermaßen zugutekommt. Durch die gemeinsame Nutzung von Sanitäranlagen und Haustechnik lassen sich Kosten einsparen. Der großzügige Schulungsraum ist modern eingerichtet, und die sanitären Anlagen sind nach Geschlechtern getrennt.
Die Festredner waren voll des Lobes
Den Reigen der Festredner eröffnete Dr. Michael Adam, Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Rückeroth, der aus dem Strahlen nicht mehr herauskam. Er betonte die produktive, zielorientierte Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde Selters, der Ortsgemeinde Rückeroth und dem Architekturbüro Ritz & Losacker. Voller Stolz verkündete Adam, dass der Förderverein bereits 100 Mitglieder zähle – und gab die Hoffnung nicht auf, dass von den übrigen 400 Einwohnern noch 300 beitreten. Ein besonderes Lob ging an Bauleiter René Schermuly, der durch sein fachliches Engagement wesentlich zum Gelingen beigetragen habe.
Markus Thiel, Wehrführer der Feuerwehr Rückeroth, schloss sich den Worten seines Vorredners voller Überzeugung an. Er bedankte sich bei allen, die das ehrgeizige, aber zwingend notwendige Objekt zur Realität werden ließen – und damit die unzumutbaren Zustände im alten Gerätehaus beendeten.
Oliver Götsch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Selters, schlug in dieselbe Kerbe: Das ehrgeizige Ziel, in kürzester Zeit ein Feuerwehrgerätehaus zu errichten, sei nur durch die effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten erreicht worden. Stolz sei er auch auf die Einhaltung der Bauzeit. Ebenso wichtig sei der eingehaltene Kostenrahmen gewesen, da bei öffentlichen Bauten fast immer erhebliche Kostensteigerungen zu verzeichnen seien. Als weiteren positiven Aspekt wertete Götsch, dass überwiegend regionale Firmen an der Bauausführung beteiligt wurden. Götsch überreichte Wehrführer Thiel eine Dankesurkunde der Verbandsgemeinde, die er gerne entgegennahm.
Weitere Festredner waren Ortsbürgermeister Bodo Weinmann und Thomas Kroth als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands Westerwald, die unisono ihre Begeisterung und Zufriedenheit über das neue Gebäude zum Ausdruck brachten.
Um die Zusammenarbeit zwischen Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde buchstäblich in Stein zu meißeln, enthüllten Götsch und Weinmann einen riesigen Basaltbrocken, auf dem die Wappen beider Gemeinden angebracht sind.
Das Rahmenprogramm begeisterte ebenfalls
Musikalisch begleitet wurde die Festveranstaltung vom Musikverein Schenkelberg, der mit flotter Musik für beste Unterhaltung sorgte. Pfarrerin Swenja Müller und Pastoralreferent Andreas Karst segneten das neue Gebäude.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Kindertanzgruppe „Dance Friends Goddert" unter ihrer Trainerin Steffi Quirmbach, die mit Hebefiguren und synchronen Tänzen zu rockiger Musik wahre Beifallsstürme auslöste. Krönender Abschluss war am Abend der Auftritt der hiesigen Stimmungsband „Die Steiner". Mit ihrem Mix aus Volksmusik, Beat, Rock 'n' Roll, „Malle-Hits" und deutschen Schlagern begeisterte sie die Gäste restlos und durfte die Bühne erst nach drei Zugaben verlassen. |
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| Nachricht vom 13.09.2026 |
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