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| Pressemitteilung vom 05.09.2026 |
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| Vom Drogenabhängigen zum Hoffnungsträger: Michael Flügge und das Jesus-Projekt in Unnau |
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| Michael Flügge hat einen bemerkenswerten Wandel durchlebt. Einst drogenabhängig, ist er heute Mitbegründer des Jesus-Projekts in Erfurt. Beim Gottesdienst in Unnau berichtete er von seiner bewegenden Geschichte und der Arbeit des Projekts. |
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Unnau. "Ich hatte keinen Glauben an Gott und ich hatte keinen Glauben an mich." Mit diesen Worten beschreibt Michael Flügge seine Vergangenheit. Fast 20 Jahre war er heroin- und kokainabhängig. Heute engagiert sich Flügge seit über zwei Jahrzehnten für Menschen in schwierigen Lebenssituationen als Mitbegründer des Jesus-Projekts in Erfurt.
Der Kontakt zu Pfarrer Johannes Schütz aus Unnau entstand im vergangenen Jahr durch eine Studienreise des Evangelischen Dekanats Westerwald nach Erfurt. Die Gruppe erkundete dort das Projekt "Erprobungsräume" der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, das neue Gemeindeformen in einem säkularen Umfeld erprobt. Im sozialen Brennpunkt des Erfurter Plattenbaugebiets "Roter Berg", wo rund 7000 Menschen leben, setzt das Jesus-Projekt an. Hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Suchterkrankungen prägen diesen Stadtteil. "Wir wollen Menschen dort begegnen, wo sie sind", erklärt Flügge. Die Mitarbeitenden des Projekts suchen öffentliche Plätze auf, besuchen Menschen zu Hause oder im Krankenhaus und bieten praktische Hilfe an. Dabei geht es darum, den Menschen als Individuum wahrzunehmen.
Der Glaube wurde zum Wendepunkt
Flügge selbst kennt die Verzweiflung einer scheinbar ausweglosen Situation. "Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals aus der Sucht herauskomme", sagt er. Der Kontakt zu Christen und der Glaube wurden für ihn zum Wendepunkt. Seit 1996 ist er frei von Drogen. "Ich habe durch den Glauben gelernt, frei zu werden und frei zu bleiben", erzählt er. Diese Erfahrung will er weitergeben: "Ich möchte, dass Menschen Jesus kennenlernen."
Lebens- und Berufsperspektive
Beim Gottesdienst in Unnau präsentierte Flügge einen Kurzfilm über das Jesus-Projekt. Zur Arbeit gehören die Begegnungsstätte ANDERS mit einer Kreativ-Werkstatt sowie die Kinder- und Familienarbeit "bärenstark". In der Kreativ-Werkstatt leisten auch straffällig gewordene Menschen ihre Sozialstunden ab und übernehmen handwerkliche Aufgaben, wodurch sie Anerkennung und Gemeinschaft erfahren. "Bärenstark" richtet sich an Kinder und Familien und bietet Ferienprogramme, gemeinsames Lernen und Elternberatung an. "Wir wollen die Teilhabechancen der Kinder und Familien fördern und ihnen eine Lebens- und Berufsperspektive geben", so Flügge.
Ein Psalm wird zur Lebensaufgabe
Der christliche Glaube bildet die Grundlage der Arbeit, die etwa zu einem Drittel aus Spenden, Fördergeldern und öffentlichen Mitteln finanziert wird. Viele Teilnehmende hatten zuvor kaum Kontakt zur Kirche. Flügge berichtet: "Viele unserer Teilnehmenden waren noch nie in einem Gottesdienst."
Die Geschichte des Jesus-Projekts begann für Flügge 2002, als er mit seiner Frau nach Erfurt zog. Bei einem Besuch stieß er auf das Lutherdenkmal und die Worte aus Psalm 118: "Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen." Diese Worte nahm er als persönlichen Auftrag. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist daraus eine vielfältige Arbeit geworden. "Veränderung erleben - deswegen sind wir da", sagt Michael Flügge. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 05.09.2026 |
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