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Pressemitteilung vom 03.09.2026
Region
Feuerwehr Montabaur: Realitätsnahes Atemschutztraining in Feststoffanlage
Hitze, dichter Rauch und unvorhersehbare Brandverläufe fordern Einsatzkräfte im Ernstfall enorm. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, setzen die Wehren der Verbandsgemeinde Montabaur auf ein neues Schulungskonzept. Bei Übungen mit echtem Feuer werden taktische Abläufe vertieft.
Realitätsnahes Training für den Ernstfall: Im Technischen Kompetenzzentrum in Miehlen üben die Atemschutzgeräteträger das taktische Vorgehen unter möglichst einsatznahen Bedingungen. (Foto: VG Montabaur | Stefan Rockenfeller)Montabaur/Miehlen. Atemschutzeinsätze stellen Feuerwehrangehörige vor besondere Herausforderungen, da sich Brände dynamisch entwickeln und mit extremer Hitze sowie starker Rauchentwicklung einhergehen. Um die Einsatzkräfte praxisnah vorzubereiten, setzen die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur auf ein neues Konzept in der Atemschutzweiterbildung. Am 25. August 2026 fand im Technischen Kompetenzzentrum (TKZ) in Miehlen das erste von insgesamt vier für dieses Jahr geplanten Seminaren in einer feststoffbefeuerten Anlage statt.

Wer unter Atemschutz in ein brennendes Gebäude vorgeht, muss auch unter hoher körperlicher Belastung Situationen zutreffend einschätzen, Gefahren erkennen und im Team schnell handeln. Neben einzelnen Techniken trainieren die Einsatzkräfte daher taktische Abläufe und das Zusammenspiel im Trupp. Das Schulungsprogramm beinhaltet die Schwerpunkte Basistraining Brandbekämpfung, taktisches Vorgehen bei der Brandbekämpfung, Strahlrohr- und Ventilationstechniken, Training in einem offenen Brandraum-System, Zugänge zu Brandräumen mit und ohne Tür, Vorgehen in Brandräumen unter Einsatzbedingungen sowie die Nutzung von Atemschutzgeräten während der Ausbildung.

Praxiserfahrung durch echtes Feuer
Eine Besonderheit der Weiterbildung ist das Training in einer Anlage, die mit festen Brennstoffen wie Holz befeuert wird. Im Gegensatz zu gasbetriebenen Systemen entstehen so reale Brandverläufe mit thermischen Belastungen und realistischer Rauchausbreitung. Die Feuerwehrangehörigen erleben unmittelbar, wie sich ein Feuer entwickelt und wie sich das eigene Vorgehen, etwa das Öffnen von Türen oder das Verändern der Strahlrohreinstellung, auf die Raumsituation auswirkt.

Das Training erfolgt unter kontrollierten und überwachten Bedingungen. Im Vordergrund steht nicht das Ertragen extremer Temperaturen, sondern das Erkennen von Gefahren und das Treffen taktisch sinnvoller Entscheidungen.

Teamarbeit und Auswertung komplexer Lagen
Ein Schwerpunkt der Einheiten liegt auf der Zusammenarbeit innerhalb des Atemschutztrupps. Die Teilnehmenden durchlaufen gemeinsam anspruchsvolle Einsatzlagen und werten die Erfahrungen im Anschluss aus, um Handlungsabläufe zu festigen und zu optimieren. Auf diese Weise wird theoretisches Wissen unter Bedingungen erprobt, die sich im regulären Ausbildungsbetrieb kaum darstellen lassen.

Die vier Seminare im Jahr 2026 bilden einen festen Baustein der kontinuierlichen Fortbildung der Atemschutzgeräteträger in der Verbandsgemeinde Montabaur. Ziel der Maßnahme ist es, das fachliche Niveau zu sichern und die Einsatzbereitschaft langfristig zu stärken. Da sich Situationen im Brandeinsatz rasch verändern können, tragen die realitätsnahen Übungen zur Sicherheit der Einsatzkräfte bei. (PM/KI/Red)
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