| WW-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis |
|
| Pressemitteilung vom 03.09.2026 |
|
| Politik |
| Antifeminismus in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch - Ministerin setzt Zeichen für Frauen |
|
| Die dokumentierten antifeministischen Vorfälle in Rheinland-Pfalz haben zugenommen. Dies veranlasst Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, sich verstärkt für die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen einzusetzen. |
|
Mainz. Frauen- und Jugendministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler engagiert sich bereits jetzt für eine stärkere Beteiligung von Frauen an der Kommunalwahl 2029. "Wir dürfen nicht erst kurz vor Schluss anfangen, Frauen dafür zu sensibilisieren, zu empowern und ihnen Mut zu machen, bei der Kommunalwahl auf einem vorderen Listenplatz zu kandidieren und ein politisches Amt zu übernehmen", erklärte die SPD-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Sie betonte: "Die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich - das muss sich in allen Bereichen, aber eben auch in den Parlamenten angemessen abbilden. Solange dies nicht der Fall ist, haben wir Arbeit vor uns." Die Ministerin wies darauf hin, dass Frauen bei Führungsposten oft zurückhaltender seien als Männer. Dieses Thema sei zwar "uralt", aber angesichts des aktuellen Rollbacks und eines wachsenden Antifeminismus sehr aktuell.
Mehr antifeministische Vorfälle dokumentiert
Das aktuelle Lagebild Antifeminismus 2025 zeigt im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Verschärfung der Situation in Deutschland, mit einer hohen Dunkelziffer. Die Zahl der dokumentierten antifeministischen Vorfälle stieg im vergangenen Jahr auf 640 (2023: 372, 2024: 558). Der digitale Raum ist ein zentraler Schauplatz dieser Gewalt, etwa ein Drittel der Vorfälle findet dort statt. Bätzing-Lichtenthäler stellte fest: "Ich heirate und bekomme Kinder - das nimmt wieder Platz in den Köpfen von jungen Mädchen ein." Sie fügte hinzu, dass solche Entscheidungen selbst getroffen und nicht von außen diktiert werden sollten. "Wir sehen, dass gerade in den sozialen Medien eine offensichtlich gesteuerte Kampagne läuft, die ein traditionelles Frauenbild oder die Beschneidung von Frauenrechten propagiert. Da müssen wir als Politik und Gesellschaft gegenhalten."
Ministerin wirbt für wirtschaftliche Eigenständigkeit
Die Ministerin betonte die Bedeutung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit von Frauen, ihrer finanziellen Unabhängigkeit, ihres politischen Engagements, ihrer Selbstwirksamkeit und Partizipation. Denn spätestens, wenn eine Beziehung auseinandergehe, seien manche Frauen plötzlich alleine und merkten, dass es finanziell nicht mehr reiche. "Es geht nicht darum, die Entscheidung anders treffen zu müssen, sondern sich bewusst zu sein, welche Entscheidung ich treffe", sagte Bätzing-Lichtenthäler. "Wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben und ist ein wichtiges Instrument für die Vermeidung von Armutsrisiken." (dpa/bearbeitet durch Red) |
|
| Pressemitteilung vom 03.09.2026 |
www.ww-kurier.de |
|
|
|
|
|
|