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| Pressemitteilung vom 03.09.2026 |
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| Region |
| Verfahren gegen Chef von "Wäller Helfen" eingestellt |
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| Monatelang sah sich der Vorsitzende eines Hilfsvereins mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Nach eingehender behördlicher Prüfung ist das Verfahren nun beendet. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zum Schutz von Ehrenamtlichen auf. |
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Oberroßbach. Der Vorsitzende und Geschäftsführer des Vereins "Wäller Helfen e. V.", Björn Flick, sah sich seit Ende des vergangenen Jahres mit massiven Vorwürfen gegenüber dem Finanzamt sowie der Kriminalpolizei konfrontiert. Das behördliche Verfahren wurde inzwischen eingestellt. Für Flick stellt sich nach den monatelangen Ermittlungen die Frage, welche Auswirkungen solche anonymen Angriffe auf Menschen haben, die sich täglich für andere einsetzen.
Gefälschte Selbstanzeige löste Ermittlungen aus
Der Ausgangspunkt war eine anonyme Selbstanzeige, die unter dem Namen von Björn Flick über das Kontaktformular des Finanzamtes Montabaur-Diez eingereicht worden war. Nach Angaben von Flick enthielt das Schreiben erhebliche Vorwürfe und Unterstellungen. Die Nachricht sei mit seinem Namen sowie einer E-Mail-Adresse des Vereins versehen gewesen. Sprachliche Fehler und Formulierungen hätten zudem Parallelen zu früheren anonymen Schreiben aufgewiesen.
In der Folge überprüften das Finanzamt sowie die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt und leiteten ein Verfahren ein. Für den Vereinsvorsitzenden und die Organisation begann damit eine belastende Zeit, da die Vorwürfe trotz ihrer aus Flicks Sicht von Beginn an bestehenden Haltlosigkeit offiziell geprüft werden mussten. Im Juli erfolgte schließlich die Mitteilung, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde, da sich kein hinreichender Tatverdacht ergeben hatte.
Debatte über den Schutz von Ehrenamtlichen
Für Flick ist damit zwar die juristische Seite abgeschlossen, nicht jedoch die Diskussion über den Umgang mit Personen, die öffentlich Verantwortung tragen. Kritik gehöre dazu und müsse ausgehalten werden, doch bestehe ein Unterschied zwischen sachlicher Kritik und dem gezielten Versuch, Personen oder Organisationen durch anonyme Anschuldigungen zu beschädigen. Wer Verantwortung übernehme, müsse sich auf faire und offene Auseinandersetzungen verlassen können.
Der Verein "Wäller Helfen e. V." ist mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Kräften in der Nachbarschaftshilfe sowie bei sozialen Projekten im Westerwald und in den angrenzenden Regionen aktiv. Flick betont, dass die Vereinsarbeit trotz dieser Vorfälle unverändert weitergeführt werde. Besonders wichtig sei ihm der Rückhalt gewesen, den er in den vergangenen Monaten aus dem Verein, von Unterstützern, Unternehmen und Bürgern aus der Region erfahren habe. Dieser Zuspruch belege, dass das gemeinsame Engagement stärker sei als der Versuch einzelner Personen, Misstrauen zu säen. Der Verein sei angetreten, um hilfsbedürftigen Menschen beizustehen, und werde sich davon nicht abbringen lassen.
Gleichzeitig betrachtet der Vorsitzende die Vorkommnisse als Anlass, grundsätzlich über den Schutz ehrenamtlich engagierter Menschen zu sprechen. Wer Verantwortung in Initiativen oder sozialen Vereinen übernehme, werde öffentlich sichtbar und dadurch angreifbar. Diffamierungen und gezielte Verdächtigungen könnten dazu führen, dass sich Engagierte aus ihren Ämtern zurückziehen. Dies sei ein bedenkliches Signal, da die Gesellschaft auf Menschen angewiesen sei, die bereitwillig Verantwortung übernehmen. Diesen Personen müsse der Rücken gestärkt werden. Nach dem Abschluss des Verfahrens konzentriert sich der Verein auf die Weiterentwicklung seiner Hilfsangebote.
Flick fasst seine Haltung mit einem Satz zusammen: „Meinen Helferwillen bricht es auf keinen Fall.“ (PM/KI/Red) |
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| Pressemitteilung vom 03.09.2026 |
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