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Nachricht vom 01.09.2026
Rheinland-Pfalz
Rückläufiger Krankenstand: Weniger AOK-Krankmeldungen in Rheinland-Pfalz
Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die AOK in Rheinland-Pfalz einen Rückgang bei Krankmeldungen unter ihren Versicherten. Besonders bemerkbar machte sich dieser Trend bei Atemwegserkrankungen.
E-Bike. Foto: Stefan Sauer/dpaEisenberg. Berufstätige Versicherte der AOK in Rheinland-Pfalz haben im ersten Halbjahr 2026 krankheitsbedingt etwas weniger am Arbeitsplatz gefehlt. Durchschnittlich kam jeder erwerbstätige Versicherte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 11,6 Tage, an denen er oder sie arbeitsunfähig war, wie die AOK im pfälzischen Eisenberg mitteilte. Das waren knapp fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zurück ging auch der Anteil der Beschäftigten, die sich im ersten Halbjahr mindestens einmal krankmeldeten: Mit 51,4 Prozent lag dieser etwas mehr als zwei Prozent unter dem Wert des ersten Halbjahres 2025. Der Krankenstand lag nun bei 6,4 Prozent nach 6,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die 6,4 Prozent entsprachen laut AOK exakt dem Bundesdurchschnitt.

Zweites Jahr in Folge mit rückläufigem Trend
Laut AOK setzt sich im zweiten Jahr in Folge ein rückläufiger Trend beim Krankenstand fort, nachdem es davor jahrelang nach oben gegangen war. Am höchsten war der Krankenstand im ersten Halbjahr 2026 mit 7,5 Prozent im Februar. Auch hier lag der Wert geringer als noch im selben Monat im Jahr zuvor (8,6 Prozent). Einen Rückgang beim Krankenstand zeigten zuletzt auch Zahlen anderer Versicherungen wie etwa der DAK. Diese sprach vor wenigen Wochen von deutlich weniger Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen - genau das beobachtet auch die AOK, die von einer "besonders auffälligen Entwicklung" spricht. Nachdem der Anteil der Atemwegserkrankungen an allen Fällen einer Arbeitsunfähigkeit seit dem ersten Halbjahr 2021 - das stark von der Corona-Pandemie geprägt war - gestiegen sei, zeige sich nun eine Umkehr des Trends. Dennoch machten Atemwegserkrankungen bei den AOK-Versicherten aber nach wie vor rund ein Viertel aller Fälle von Arbeitsunfähigkeit aus.

Durchschnittliche Krankheitsdauer bei 10,1 Tagen
Den größten Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen hatten laut der Versicherung im ersten Halbjahr Muskel- und Skeletterkrankungen mit 20,5 Prozent, gefolgt von Atemwegserkrankungen (13,5 Prozent) sowie psychischen Erkrankungen (12,9). Die durchschnittliche Krankheitsdauer insgesamt lag bei den AOK-Versicherten pro Fall den Angaben zufolge bei 10,1 Kalendertagen. Die AOK zählte im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben insgesamt 487.443 erwerbstätige Mitglieder und wertete für ihren Gesundheitsbericht deren Daten aus. (dpa/bearbeitet durch Red)

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