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Nachricht vom 28.08.2026
Region
Die Bedeutung der Jagd in einer sich wandelnden Landschaft
Im Waldbildungszentrum wurde über die Rolle der Jagd in unserer Kulturlandschaft diskutiert. Der renommierte Referent Frank Christian Heute beleuchtete die Notwendigkeit der Schalenwildbejagung für die Zukunft der Wälder.
Referent Frank Christian Heute und Moderator Kim Valentin Körbach während der anschließenden Diskussion. Foto: Landesforsten.RLP.de/ Marie-Christine DonathHachenburg. Im Waldbildungszentrum trafen sich zahlreiche Interessierte, um mehr über den Sinn der Jagd zu erfahren. Unter ihnen waren Jägerinnen und Jäger, Waldbesitzende, Naturschützer sowie Vertreter der Kommunalverwaltung. Die Veranstaltung bot eine Plattform für lebhafte Diskussionen, moderiert von Kim Valentin Körbach.

Frank Christian Heute, ein erfahrener Landschaftsökologe und Jäger, erklärte den Zusammenhang zwischen Waldökosystemen und Schalenwildarten wie Rehen und Hirschen. Er zeigte anhand von Praxisbeispielen aus Sturmschadensgebieten, dass überhöhte Wildbestände negative Auswirkungen auf die Waldgesundheit haben können. Anhand wissenschaftlicher Daten verdeutlichte er, warum natürliche Beutegreifer wie Luchs und Wolf keine ausreichende Regulierung bieten.

Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Bedeutung angepasster Wildbestände für die Entwicklung widerstandsfähiger Wälder im Klimawandel. Wälder bieten weit mehr als nur Holzproduktion; sie sind entscheidend für den Schutz von Boden, Luft und Wasser und bieten Lebensräume für viele Arten. Überhöhte Wildbestände gefährden diese Funktionen und zerstören ihren eigenen Lebensraum.

Heute ging auch auf die Tierschutzaspekte der Jagdausübung ein und betonte die hohen Anforderungen an die Schießkompetenz der Jägerinnen und Jäger. Zum Abschluss seines Vortrags appellierte er: "Esst alle mehr Wildfleisch!" Das Wildbret sei ein hochwertiges Lebensmittel von Tieren aus einem schönen Lebensraum.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Jagd eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung darstellt. Sie ist Teil einer Kulturlandschaft und muss sich an veränderte ökologische und gesellschaftliche Bedingungen anpassen. Die Resonanz der über 80 Teilnehmenden war positiv, und es wurde mehrfach der Wunsch nach einer Folgeveranstaltung geäußert. Trotz unterschiedlicher Meinungen zur Jagdpraxis bestand Einigkeit darüber, dass die Jagd notwendig für einen artenreichen und zukunftsfähigen Wald ist.

Das Forum Wald und Gesellschaft am Waldbildungszentrum plant weitere Veranstaltungen zu waldbezogenen Themen. Interessierte können Vorschläge unter Telefon 02662 9547507 oder E-Mail forumwug@wald-rlp.de einreichen. Red
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